Die Übertragungsorte der Gottesdienste und der verkündigenden Sendungen verteilen sich dieses Jahr über ganz Europa. Am Fernsehen und Radio sind Sie dieses Jahr zu Gast in der Kirche St. Laurenzen in St.Gallen, in der Kathedrale Notre Dame in Paris und auf dem Petersplatz Rom. Im Radio und Fernsehen gibt es bis Neujahr viele Angebote. Ein Überblick.
Sibylle Hardegger*
Nach den römisch-katholischen Mitternachtsgottesdiensten der vergangenen Jahre aus Mariastein, Gossau und Zürich-Höngg kommt dieses Jahr am Weihnachtsabend der Gottesdienst aus der evangelisch-reformierten Kirche St. Laurenzen in der Stadt St. Gallen.
Im Mittelpunkt der Feier steht die Aktualität der Weihnachtsbotschaft. Sie verheisst Frieden und Versöhnung. Was für eine Nacht für die einfachen Hirten, die plötzlich so wichtig werden. Was für eine Nacht für die reichen Könige, die sich bücken und auf die Knie gehen. Was für eine Nacht, in der verheissen wird, wonach sich alle Menschen sehnen: Frieden auf Erden. Die Engel sprechen in die Angst der Menschen hinein. Ein Stern leuchtet in die Dunkelheit. Die Botschaft: Nicht «Friede, Freude, Eierkuchen» – aber ehrliche Hoffnung, trotz allem.
Pfarrerin Kathrin Bolt führt durch die Liturgie. Musikalisch gestalten den Gottesdienst das Lamineur Saxophon-Quartett und Bernhard Ruchti an der 4D-Surroundorgel der Stadtkirche. Der Gottesdienst wird um 22.30 Uhr live am Fernsehen SRF 1 und am Radio SRF2 Kultur und Musikwelle übertragen.
Die Radiopredigt am Weihnachtsmorgen hält der römisch-katholische Theologe Peter Zürn. Die Radiopredigt ist wie jeden Sonntag um 10 Uhr zu hören auf Radio SRF2 Kultur. Sie kann hier nachgehört und nachgelesen werden. Live übertragen wird von Fernsehen SRF1 am Weihnachtstag um 11 Uhr der römisch-katholische Gottesdienst aus Kirche Notre Dame in Paris. Der Eucharistiefeier steht Mgr Laurent Ulrich, Erzbischof von Paris, vor. Er wird auch die Predigt halten.
Die Kirche wurde nach dem verheerenden Brand im Jahr 2019 am vergangenen 8. Dezember wiedereröffnet. In der Eurovisionssendung geht es um die Botschaft von Weihnachten für die heutige Zeit.
Alljährlich spendet der Papst am 25. Dezember um 12 Uhr den traditionellen Weihnachtssegen «Urbi et Orbi» aus Rom. «Urbi et orbi» heisst der Segen, weil er der Stadt (urbi) und dem ganzen Erdkreis (orbi) gilt. Im Fernsehen SRF1 können Sie live beim Segen von Papst Franziskus mit dabei sein.
Am Weihnachtsabend um 19.20 Uhr spricht die evangelisch-reformiert Pfarrerin Cornelia Camichel Bromeis das rätoromanische «In Pled sin via» im Fernsehen SRF1. «In Pled sin via» ist jeweils deutsch untertitelt und somit auch für deutschsprechende Zuschauende verständlich.
Das letzte «Wort zum Sonntag» im 2024 spricht die römisch-katholische Theologin Tatjana Oesch am 28. Dezember um 20 Uhr im Fernsehen SRF 1. Die letzte Radiopredigt in diesem Jahr hält die evangelisch-reformierte Pfarrerin Tania Oldenhage am 29. Dezember. Die erste Radiopredigt im neuen Jahr spricht der römisch-katholische Theologe Matthias Wenk am 1. Januar. Beide sind zu hören um 10 Uhr auf Radio SRF2 Kultur.
Wir wünschen Ihnen frohe und besinnliche Stunden und gesegnete Weihnachten!
* Die Theologin Sibylle Hardegger ist die katholische Radio- und Fernsehbeauftragte der Deutschschweiz.
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant
https://www.kath.ch/newsd/weihnachten-was-sie-im-radio-zu-hoeren-und-im-fernsehen-zu-sehen-bekommen/