Samichläuse treten bei Solothurner Segensfeier im bischöflichen Ornat auf

Etwas Besonderes gab es am vergangenen Sonntag in der Solothurner St. Ursen-Kathedrale zu feiern: 20 Samichläuse aus der ganzen Deutschschweiz wurden vom Basler Weihbischof Josef Stübi gesegnet.  

Wolfgang Holz

In Erinnerung an ihr Vorbild, den heiligen griechischen Nikolaus von Myra – Patron der Kinder und Erretter in vielen Notsituationen – erhielten die erschienenen Samichläuse mit ihren Helfern und Helferinnen den bischöflichen Segen.

Schon seit 44 Jahren Samichlaus

«16 Samichläuse nahmen an der Segensfeier im bischöflichen Ornat teil, die vier anderen im roten Kapuzenmantel», erzählt Markus von Arx gegenüber kath.ch. Der 65-jährige ist schon seit 44 Jahren Samichlaus und gleichzeitig Vizepräsident der Interessengemeinschaft IG Samichlaus Schweiz.

«Ich mache den Menschen gerne eine Freude als Samichlaus, nicht zuletzt bei Besuchen im Altersheim.»

«Leider sind nur 20 Samichläuse erschienen, in der Schweiz gibt es rund 2000 bis 3000 Samichläuse.» Er selbst ist mit Herz und Liebe Samichlaus in Wangen bei Olten. «Ich mache den Menschen gerne eine Freude als Samichlaus, nicht zuletzt bei Besuchen im Altersheim.»

Feierliche Prozession

In einer feierlichen Prozession, die mit archaischen Treichelklängen sowie mit farbig leuchtenden Iffelen (Kopflaternen in Form grosser Bischofsmitras, die Red.) und zwei Eseln begleitet wurde, zog der eindrückliche Tross von Samichläusen, Schmutzlis, Dienerinnen sowie Weihbischof Josef Stübi in die Kathedrale ein.

Viele Menschen und Kinder staunten in der schönen Altstadt über den Einzug der vielen Samichläuse. In der Kirche warteten schon zahlreiche Kinder und Erwachsene auf die Ankunft der Samichläuse.

Weihbischof Stübi motivierte Samichläuse

Während der besinnlichen, fröhlichen und eindrücklichen Feier, motivierte der Weihbischof, der selbst drei Jahre lang als Samichlaus in seinem Heimatdorf Dietwil im Freiamt unterwegs war, die Teilnehmenden. Gestaltet worden war die Feier durch den Vorstand der IG Samichlaus-Schweiz.

Mit besinnlichen Worten wies Stübi auf die Worte Jesu hin, der den Menschen die Nächstenliebe näherbrachte, dass die Samichläuse mit ihren Helfenden sich auf diesem Weg befinden, indem sie mit ihren Besuchen den Menschen Mystik, Licht, Freude und Hoffnung bringen.

«Ich habe mich immer gefreut auf den Samichlaus, aber gleichzeitig Respekt vor dem Schmutzli gehabt.»

«Der Samichlaus ist einfach ein schöner Brauch und eine schöne Tradition, die gepflegt werden müssen», sagt Weihbischof Josef Stübi gegenüber kath.ch. Er erinnert sich selbst noch gerne an seine Kindheit zurück, als er Besuch vom Samichlaus bekam. «Ich habe mich immer gefreut auf den Samichlaus, aber gleichzeitig Respekt vor dem Schmutzli gehabt», sagt Stübi.

Kein strenger Samichlaus gewesen

Er selbst sei als Samichlaus nicht streng gewesen zu den Kindern, sondern sei vor allem immer auf die positiven Eigenschaften der Kinder eingegangen. «Ich war oft emotional sehr berührt nach so einem Besuch in einer Familie.»

Bei der Segensfeier segnete Weihbischof Stübi alle Anwesenden mit einem eindrücklichen Segensgebet und mit reichlich Weihwasser, wie in der «Solothurner Zeitung» zu lesen ist.

Nach dem feierlichen Auszug aus der Kathedrale und dem obligaten Gruppenfoto mussten die Samichläuse noch für viele Erinnerungsfotos der anwesenden Menschen posieren. Danach trafen sich die Samichläuse mit ihren Helfern und Helferinnen zum Kaffee mit Bänzli sowie Gedankenaustausch, bevor sie ihre zum Teil weite Heimreise antraten.


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https://www.kath.ch/newsd/samichlaeuse-treten-bei-solothurner-segensfeier-im-bischoeflichen-ornat-auf/