Hunger hat viel mit Klima zu tun, sagt Fastenaktion. Deshalb reist eine Delegation des Schweizer Hilfswerks an die nächste Klimakonferenz in Baku. Mit Zug und Bus, wie das Hilfwerk betont.
Die Fastenaktion delegiert Bettina Dürr und David Knecht, Fachpersonen Energie- & Klimagerechtigkeit an die COP29, welche vom 11. bis 22. November in der Hauptstadt von Aserbaidschan stattfindet. Nur mit mehr Klimagerechtigkeit könne der weltweite Hunger beendet werden, schreibt das Hilfswerk.
Sie werden zusammen mit Partnerorganisationen aus Brasilien, Kolumbien und den Philippinen die Anliegen der Menschen ein, die bereits jetzt unter der Klimakrise leiden. Zu dieser soll die Reise möglichst wenig beitragen: «Ein grosser Teil der Anreise erfolgt per Zug und Bus», betont das Hilfswerk in einer Mitteilung.
Um die Klimakrise in den Griff zu kriegen, müssten an der Konferenz konkrete Schritte unternommen werden. Fastenaktion sieht drei Themen, die umgehend angegangen werden müssen: «Es braucht klare Regelungen und ein ehrgeiziges Ziel für die Klimafinanzierung. Der an der COP28 beschlossene Ausstieg aus den fossilen Energien muss umgesetzt werden. Zudem sind ambitionierte nationale Klimaschutzziele (NDC) unabdingbar», so die NGO. «Wir erwarten, dass die Schweiz sich deshalb auch ausserhalb der Klimaverhandlungen proaktiv für solche globalen Initiativen einsetzt.»
«Der Erfolg der COP29 wird daran gemessen werden, ob es den Ländern gelingt aufzuzeigen, wie sie zum weltweiten Ausstieg aus fossilen Brennstoffen beitragen», hält David Knecht, Fachperson Energie- & Klimagerechtigkeit bei Fastenaktion fest. «Reiche Länder wie die Schweiz haben dabei eine besondere Verantwortung. Eine rasche Energiewende ist entscheidend für den Schutz der schwächsten Bevölkerungsgruppen der Welt, die am meisten unter der Klimakrise leiden. Dieser Energiewandel ist auch eine Chance, quasi als Entwicklungsmotor für ländliche Gemeinschaften weltweit.»
Die COP29 in Aserbaidschan soll ein neues Klimafinanzierungsziel definieren. Bettina Dürr, Fachperson Energie- & Klimagerechtigkeit bei Fastenaktion, erklärt: «Wichtig ist, dass die Klimafinanzierung sich an den tatsächlichen Bedürfnissen orientiert und dass das Geld im Interesse der Menschen eingesetzt wird, die am stärksten von der Klimakrise betroffen sind.» (kath.ch)
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