Ab heute Dienstag geht die Weltsynode in Rom das Thema «Orte» an. Dies als dritten wichtigen Aspekt einer praktisch gelebten Synodalität in der Kirche. Und am Freitag geht es um umstrittene Themen.
Nach einem Grundlagen-Teil und den Modulen «Beziehungen» und «Wege» sollen laut dem Synodenprogramm ab Dienstag «Orte» als dritter wichtiger Aspekt einer praktisch gelebten Synodalität in den Blick genommen werden. Für Mittwochabend sind auch zwei weitere der vier für das aktuelle Synodentreffen neu eingeführten öffentlichen «Theologisch-pastoralen Foren» vorgesehen. Eine Veranstaltung trägt den Titel «Die Beziehung Ortskirche-Universalkirche».
Am kommenden Freitag (18. Oktober) steht für die Synoden-Teilnehmer ein ursprünglich nicht geplanter Austausch über teils umstrittene inhaltliche Reformen auf dem Programm. Viele Synodale hatten es nicht gut gefunden, dass am Beginn der Versammlung präsentierte Zwischenergebnisse mehrerer Arbeitsgruppen, die der Papst vorab aus den Beratungen ausgelagert hatte, laut Tagesordnung nicht debattiert werden sollten.
Dabei geht es etwa um Priesterausbildung, Gestalt und Dienst des Bischofsamts, aber auch um die viel diskutierte Frauenfrage in der Kirche. Synoden-Generalsekretär Kardinal Mario Grech schlug daraufhin den ausserplanmässigen Austausch mit den Sprechern und Sprecherinnen der Arbeitsgruppen vor.
Ein erster Entwurf für das Abschlussdokument der Bischofssynode soll den Mitgliedern der Versammlung laut derzeitigem Synoden-Kalender am kommenden Montag, 21. Oktober, präsentiert werden. An den Tagen danach können Stellungnahmen und Änderungswünsche eingereicht bzw. eingearbeitet werden.
Finale Abstimmungen über konkrete Vorschläge sind erst am 26. Oktober geplant. Unter den stimmberechtigten Synodalen sind rund 270 Bischöfe. Etwa ein Achtel der Teilnehmer sind Frauen, ein Novum in der Kirchengeschichte.
Die Voten der Synode werden dem Papst vorgelegt, der über das weitere Vorgehen entscheidet – üblicherweise zusammengefasst in einem sogenannten Nachsynodalen Schreiben. (kathpress)
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https://www.kath.ch/newsd/weltsynode-umstrittenes-am-freitag/