Die Schweizerin Helena Jeppesen-Spuhler ist Delegierte an der Weltsynode in Rom – mit Stimmrecht. Sie sagt: «Wir brauchen echte, verbindlich geregelte Partizipation. Auch und gerade der Frauen.»
«Für mich ist ganz klar: Wir brauchen echte, verbindlich geregelte Partizipation. Auch und gerade der Frauen – das ist mein Grundanliegen. (…)
Der Reformstau ist so riesig und synodale Prozesse brauchen Zeit. Alles, was jahrzehntelang nicht angegangen wurde, ist jetzt auf dem Tisch, und unsere Aufgabe ist es, zu sortieren und zu priorisieren. Mit den Ergebnissen vom letzten Jahr wurde weitergearbeitet, in den Diözesen und Kontinenten: So haben etwa die afrikanischen Kirchen den Auftrag, Fragen der Polygamie intern zu lösen. Und für bestimmte Themen – etwa das Diakonat der Frau – wurden zehn verschiedene Kommissionen gebildet. (…)
Wir müssen das Fenster, das Papst Franziskus aufgemacht hat, jetzt offenhalten und die Chance zur Kirchenreform nutzen. Wir haben keine Zeit mehr.»
*Das sagt Helena Jeppesen-Spuhler in einem Interview mit der Badischen Zeitung (25. September 2024). Jeppesen-Spuhler ist eine von zehn nichtbischöflichen Stimmen und eine von 54 Frauen an der Weltsynode. Und zudem Projektverantwortliche beim Hilfswerk Fastenaktion. (rp)
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant
https://www.kath.ch/newsd/helena-jeppesen-spuhler-wir-muessen-die-chance-zur-kirchenreform-nutzen/