Die letzte Runde der Weltsynode in Rom will Papst Franziskus mit einem öffentlichen Bussakt starten. Dies wegen der Verfehlungen der Kirche gegenüber den Schutzlosen, insbesondere im Umgang mit sexuellem Missbrauch.
Zu Beginn der finalen Phase der Weltsynode soll es nach dem Willen von Papst Franziskus einen grossen öffentlichen Bussakt wegen der Verfehlungen der Kirche geben, insbesondere im Umgang mit sexuellem Missbrauch. Dabei werde es vor allem um die Verfehlungen gegenüber den «Unschuldigen und Schutzlosen» gehen, erklärte Synodengeneralsekretär, Kardinal Mario Grech, am Montag im Vatikan.
Als weitere Themen des Bussaktes nannte er unter anderem das Versagen gegenüber Kriegsopfern sowie gegenüber Migranten und Flüchtlingen.
Man wolle bei dieser Gelegenheit nicht die Sünden anderer anklagen, so der maltesische Erzbischof. Vielmehr gehe es darum, sich selbst als Teil jener zu bekennen, die durch Tun oder Unterlassen Leiden verursacht haben. Der Papst werde am Ende im Namen aller Christen eine Vergebungsbitte vor Gott und der gesamten Menschheit wegen dieser Schuld formulieren. Zuvor werde ein Opfer sexuellen Missbrauchs von seinem Leiden berichten, sagte Grech.
Die finale Sitzung der Weltsynode tagt vom 2. Oktober bis 27. Oktober im Vatikan. Unter den 368 Anwesenden sind rund 270 Bischöfe und Kardinäle; etwa ein Siebtel der Teilnehmenden sind Frauen. Thema der Synode sind neue Mitberatungs- und Mitbestimmungswege in der katholischen Kirche.
Der Bussakt soll am Vorabend des Beratungsbeginns der Synode im Petersdom stattfinden, also am Dienstagabend, 1. Oktober. (cic)
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant
https://www.kath.ch/newsd/weltsynode-papst-will-oeffentlichen-bussakt-zu-missbrauch/