Adrian Bolzern: «Für uns war klar, wir machen unsere Liebe öffentlich»

Landesweit bekannt wurde der Zirkus-Seelsorger Adrian Bolzern, weil er der Liebe wegen auf das Priesteramt verzichtet hat. Eine Beziehung im Geheimen wäre für ihn und seine Frau ein No-Go gewesen, sagt er im Podcast «Laut + Leis».

«Gute Freunde von mir – und darüber bin ich sehr froh –, die sagen es heute noch und haben es damals gesagt, als ich mich entschieden habe, Priester zu werden: ‹Du hast immer gesagt: Wenn dir die Frau des Lebens über den Weg läuft, dann müssen wir wieder über Bücher.› Und das ist dann passiert. Damit gerechnet habe ich nicht, sonst wäre ich den Weg nicht gegangen. Aber es ist dann eben passiert.

Und für mich war einfach klar und auch für uns, also für meine Frau und für mich war klar: Wenn wir den Weg zusammen weitergehen wollen, dann nur öffentlich. Das heisst, wir stehen dazu und leben unsere Liebe nicht im Geheimen. Wir wären kein offizielles Paar gewesen. Sie wäre dann einfach meine Kirchenmusikerin gewesen, die mich überall hinbegleitet hätte. Diese Vorstellung war für uns ein No-Go, und deshalb haben wir uns entschieden, unsere Liebe öffentlich zu machen.

Und ich habe das immer wieder gesagt: Ich bin sehr dankbar auch über Bischof Felix, der mit mir den Weg gegangen ist und der mich auch begleitet und dazu beigetragen hat gemeinsam mit der Bischofskonferenz, dass ich weiter in der Kirche arbeiten darf. Da bin ich sehr, sehr froh.»

Das sagt Adrian Bolzern im Podcast «Laut + Leis». Er ist römisch-katholischer Seelsorger der Schweizer Zirkusleute, Schaustellerinnen und Markthändler. (sl)


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