Heute Abend findet die Papstaudienz mit Zehntausenden von Ministranten und Ministrantinnen auf dem Petersplatz in Rom statt. Die Davoser «Minis» sind die grösste Gruppe aus der Schweiz – und schon einige Tage in Italien unterwegs. Trotz tropischer Hitze ist die Stimmung toll, sagt Pfarrer Kurt Susak.
Wolfgang Holz
Der Turban, den der Davoser Pfarrer und Dekan Kurt Susak auf dem Foto zum Schutz vor der riesigen Hitze trägt, wirkt schon fast biblisch. Ministrantinnen aus seiner Gruppe haben ihm diesen um den Kopf gebunden.
«Es herrschen bei uns derzeit so um die 40 Grad», sagt Susak. Doch der Davoser Gruppe kann die Hitze offensichtlich nichts anhaben. «Wir trinken viel und halten uns viel im Schatten auf», versichert der Davoser Dekan. Im Gegenteil. Die Stimmung sei hervorragend. «Wir geben Vollgas.»
Schon seit Samstag hält sich die 75 Personen zählende Gruppe der Davoser Ministrantinnen und Ministranten in Italien auf. Zuerst sind die Bündner Jugendlichen nach Assisi gefahren, wo sie an einem Friedensgebet mit einer Lichterprozession teilgenommen haben. «Wir haben auch eine Führung erhalten», erzählt Susak.
Mit von der Partie sind neben dem Davoser Dekan auch Vikar Ernst Niederberger sowie die Katechetinnen Sandra Schärli und Petra Homberger. Oberministranten würden sich zusätzlich um die Betreuung der Jugendlichen kümmern.
Die Davoser Gruppe übernachtet in Bungalows direkt am Meer. «Die Fahrt kostet pro Person nur 400 Franken, den Rest übernimmt die Davoser Kirche», lässt Susak wissen. Man wolle die Treue der Jugendlichen zur katholischen Kirche belohnen.
«Es herrscht eine tolle Stimmung», sagt Susak gegenüber kath.ch am Telefon. «Es ist alles sehr emotional, und immer wenn wir Ministrantinnen und Ministranten aus all den anderen Ländern begegnen, dann machen alle die La-Ola-Welle.»
Seit gestern weilen die Davoserinnen und Davoser in Rom. «Da aus Davos elf Schweizergardisten stammen, haben wird eine Führung durch die Gebäulichkeiten der Schweizer Garde erhalten», erzählt Susak voller Begeisterung.
Heute Abend um 18 Uhr steht die Papstaudienz auf dem Programm. Alle seien schon sehr gespannt. «Zuvor besuchen wir noch eine Messe der deutschen Bischöfe.»
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