Arbeitspapier der Synode jetzt auch in deutscher Fassung

Vergangene Woche hat der Vatikan das Arbeitspapier zur finalen Runde der Weltsynode vorgestellt. Nun gibt es das Dokument auch in einer offiziellen deutschen Übersetzung.

Barbara Ludwig

Das «Instrumentum laboris» ist das Arbeitspapier, an dem sich die Debatten der Weltsynode in Rom im Oktober orientieren werden. Das 58 Seiten starke Dokument ist am Dienstag vergangener Woche der Öffentlichkeit präsentiert worden.

Nun gibt es auch eine offizielle deutsche Übersetzung. Sie kann auf der Webseite der Synode, für die deren Generalsekretariat verantwortlich ist, heruntergeladen werden. Dort sind auch die Versionen in englischer, italienischer, portugiesischer und spanischer Sprache erhältlich, die bereits früher existierten.

Globaler Prozess

Das Dokument trägt den Titel «Wie wir eine synodale missionarische Kirche sein können». Es enthält Vorschläge für eine veränderte Rechtsordnung und Funktionsweise der weltweiten katholischen Kirche und weist an einigen Punkten bereits über das Ende der Synode am 27. Oktober hinaus.

Fast alle Vorschläge in dem Text sind Ergebnisse und Weiterentwicklungen der Beratungen der ersten Synodalversammlung oder basieren auf Anregungen, die aus den kontinentalen oder nationalen Bischofskonferenzen kamen. Auch die Schweizer Kirche hat sich an diesem Prozess beteiligt. Die erste Synodalversammlung fand im Oktober 2023 statt.

«Gute Quelle für Weiterentwicklung»

«Zahlreiche Anliegen aus der Schweiz, wie sie im Schweizer Echo auf die erste Synodenversammlung in Rom erarbeitet worden sind, finden sich im Instrumentum laboris wieder», teilte die Schweizer Bischofskonferenz am Donnerstag auf ihrer Webseite mit. Das Arbeitsdokument sei daher schon jetzt «eine gute Quelle» für die Weiterentwicklung der Synodalität auf allen Ebenen der katholischen Kirche in der Schweiz.

Keine einsamen Entscheidungen mehr

In der künftigen «synodalen Kirche» soll es laut dem Dokument keine einsamen Entscheidungen mehr durch Pfarrer, Bischöfe und Papst mehr geben. Stattdessen sollen auf allen Ebenen synodale Beratungsstrukturen eingeführt werden. Diese sollen mehr Mitberaten und Mitentscheiden ermöglichen und sich dennoch von einer Demokratie unterscheiden.

Verschiedene Detailfragen hatte Papst Franziskus aus der Synode ausgegliedert. Dazu zählt unter anderem die mögliche Zulassung von Frauen zum Diakonat. Mit der Behandlung der Detailfragen befassen sich zehn Arbeitsgruppen. Sie sollen noch bis Mitte 2025 beraten und damit die Synode überdauern. (mit Material von kna)


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