Nach den Schüssen auf Donald Trump äussern auch Kirchenvertreter ihre grosse Sorge über dramatische Folgen für die gesamte Gesellschaft. Joe Biden sagte, er bete für Trump und alle Menschen, die an der Wahlveranstaltung waren, bei der ein Zuschauer getötet wurde. Auch der Vatikan zeigt sich besorgt. Die Gewalttat verwunde die Demokratie
Die katholischen Bischöfe der USA haben die Schüsse auf Ex-Präsident Donald Trump verurteilt und zum Gebet für den Frieden aufgerufen. «Gemeinsam mit meinen bischöflichen Mitbrüdern verurteilen wir die politische Gewalt und beten für Präsident Trump und diejenigen, die getötet oder verletzt wurden», erklärte der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Erzbischof Timothy Broglio: «Wir beten auch für unser Land und für ein Ende der politischen Gewalt, die niemals eine Lösung für politische Meinungsverschiedenheiten ist.»
Auch zahlreiche weitere US-Kardinäle und Bischöfe riefen in persönlichen Statements zum Gebet auf und äusserten ihre Sorge über mögliche Folgen für den US-Wahlkampf und die gesamte Gesellschaft. Vor kurzem hatten die US-Bischöfe eine Erklärung zur politischen Gewalt veröffentlicht. Darin hatten sie «alle Christen und Menschen guten Willens» aufgefordert, auf politische Gewalt zu verzichten und stattdessen durch Dialog und die Suche nach Gerechtigkeit «das zu verfolgen, was zum Frieden und zur gegenseitigen Stärkung führt».
Bei einem Wahlkampfauftritt in Butler (Pennsylvania) gab es am Samstagabend Schüsse auf Trump. Er selbst wurde am Ohr getroffen und von Personenschützern in Sicherheit gebracht. Über sein Team liess er später mitteilen, es gehe ihm gut. Ein Zuschauer wurde getötet, zwei weitere schwer verletzt. Der mutmassliche Schütze wurde von Sicherheitskräften erschossen.
US-Präsident Joe Biden erklärte, er sei dankbar zu hören, dass Trump in Sicherheit sei und dass es ihm gut gehe: «Ich bete für ihn und seine Familie und für alle, die bei der Kundgebung waren», fügte er hinzu: «Es gibt keinen Platz für diese Art von Gewalt in Amerika. Wir müssen uns als eine Nation vereinen, um sie zu verurteilen».
Der Vatikan hat sich besorgt über das Attentat auf den früheren US-Präsidenten Donald Trump geäussert und die als Verwundung der Demokratie bewertet. In einer am Sonntag vom vatikanischen Pressessaal verbreiteten Mitteilung heisst es wörtlich: «Der Heilige Stuhl bringt seine Sorge zum Ausdruck wegen der Gewalttat dieser Nacht, die Menschen und die Demokratie verwundet und Leid und Tod verursacht. Er schliesst sich dem Gebet der US-Bischöfe für Amerika, für die Opfer und für den Frieden im Land an, damit die Motive der Gewalttätigen niemals die Oberhand gewinnen.»
(kna/cic, erweitert 17.30 Uhr)
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