150 Menschen wandern für Frieden in den Ranft

Rund 150 Menschen haben am Freitag den Weg in die Ranftschlucht auf zwei unterschiedlichen Routen unter die Füsse genommen. Darunter Politiker, Seelsorgende und zahlreiche Geflüchtete aus der Ukraine. Noch befindet sich eine Statue von Bruder Klaus auf dem Bürgenstock.

Barbara Ludwig

Am Freitag, dem Vorabend der Ukraine-Konferenz, haben rund 150 Menschen an der Friedenswanderung in den Ranft teilgenommen. Dies teilt der Förderverein «Niklaus von Flüe und Dorothee Wyss» am Sonntag mit.

Der Förderverein hat den «Gang in den Ranft» gemeinsam mit der Pfarrei Stans organisiert – um zum Gelingen des diplomatischen Treffens auf dem Bürgenstock beizutragen. «Wir glauben, dass Menschen mit ihren Gedanken und ihren Gebeten sehr viel zum Gelingen der Konferenz beitragen können», sagte Doris Hellmüller im Vorfeld gegenüber kath.ch. Sie ist Geschäftsführerin des Vereins.

Geflüchtete aus der Ukraine

Die Wanderung führte auf zwei unterschiedlichen Routen in die Ranftschlucht, zum Wirkungsort von Bruder Klaus (1417-1487). Ab Stans sowie ab Sacheln. Teilgenommen haben gemäss Mitteilung auch zahlreiche Geflüchtete aus der Ukraine, Kinder, Mütter, Grossmütter und Grossväter.

Die Veranstalter hatten zudem Politikerinnen und Politiker eingeladen. Mitgewandert ist der Nidwaldner Regierungsrat Othmar Filliger (Mitte) sowie sein Obwaldner Kollege, Regierungsrat Christoph Amstad (CVP-Mitte). Auch der Nidwaldner Landratspräsident Paul Odermatt, der Obwaldner Kantonsratspräsident Dominik Rohrer sowie weitere kommunale und kantonale Politikerinnen und Politiker nahmen teil. Ebenso zahlreiche Seelsorgende.

Friedenslicht im Ranft angezündet

Auf dem Weg gab es Impulse zu Niklaus von Flüe und zum Frieden. Bei der Ankunft haben die Pilgerinnen und Pilger in der unteren Ranftkapelle ein Friedenslicht angezündet und das Bruder-Klausen-Gebet gesprochen, so die Mitteilung. Ausserdem haben der ukrainische Philosoph Mykola Serhijenko und seine Frau Lyubov Chepicha ein ukrainisches Gedicht vorgetragen.

Bruder Klaus-Statue auf Bürgenstock

Der Förderverein und die Pfarrei Stans haben zudem veranlasst, dass eine Statue von Bruder Klaus während der Konferenz auf dem Bürgenstock steht. Dies geschah laut Hellmüller mit Unterstützung der Regierungen von Ob- und Nidwalden.

Die Statue sei in der «Lake View Lounge» des Bürgenstock Resort aufgestellt worden. Die Konferenz ist unterdessen zu Ende gegangen. Die Statue sei aber noch auf dem Bürgenstock, so Doris Hellmüller. Sie werde zu einem späteren Zeitpunkt wieder an ihren Platz im Regierungsratszimmer der Obwaldner Regierung zurückgebracht.


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