Am Donnerstag ist es im Rahmen einer Fronleichnamsprozession in Raron VS zu einem tragischen Unfall gekommen. Eine Person starb durch einen Kanonenschuss. «Es ist ein Tag der Trauer», sagt der Bistumssprecher Paul Martone, der bis vor kurzem Pfarrer in Raron war.
Jacqueline Straub, Wolfgang Holz und Regula Pfeifer
In Rahmen der Fronleichnamsprozession in Raron VS kam es am Donnerstag, kurz vor 13 Uhr, zu einem schweren Unfall: Eine Person wurde bei einer Detonation eines Kanonenschusses schwer verletzt und verstarb. Das bestätigte die Walliser Kantonspolizei gegenüber kath.ch.
Augenzeugen berichten gegenüber dem Walliser Bote von einem lauten Knall und einer Rauchwolke. Mehrere Fahrzeuge und Blaulichtorganisationen seien kurz danach auf dem Weg in Richtung Raron gefahren. Auch ein Care-Team wurde aufgeboten.
Der Pfarrer von Raron, Bernhard Schnyder, war, als der tragische Vorfall passierte, nicht dabei. «Da die Prozession um 11.45 Uhr am Kirchplatz endete», sagte er kath.ch am Telefon.
Gemäss Informationen eines Augenzeugen, die kath.ch mitgeteilt wurden, wollte am Ende der Prozession die Ehrenkompanie der Gemeinde Raron auf dem Dorfplatz einen Salutschuss abfeuern. Dabei ist es offenbar zu einer Fehlzündung gekommen, die eine Detonation auslöste. Diese vorzeitige Explosion führte zur tödlichen Verletzung des Kanoniers.
Es seien Kinder von Tambouren und Pfeifer in der Nähe gewesen. Es sei Panik entstanden, weswegen das Care-Team nach Raron einrücken musste. Kinder seien erschreckt davon gerannt.
Paul Martone, Mediensprecher des Bistums Sitten ist «entsetzt» über den schlimmen Unfall in Raron. «Bis vor ein paar Monaten war ich Pfarrer von Raron und daher tut es mir erst recht im Herzen weh, wenn ich solche Hiobsbotschaften erhalte.» Er möchte den betroffenen Familien im Namen von Bischof Jean-Marie Lovey, und auch in seinem persönlichen Namen, das christliche Beileid aussprechen und ihnen seine Nähe versichern.
«Es ist tragisch, dass ein Tag wie Fronleichnam, der im Wallis immer ein grosser Tag der Freude ist, so schlimm endet und zu einem Tag der Trauer und des Entsetzens wird», sagte Paul Martone gegenüber kath.ch.
Er hoffe und betet, dass die Menschen, die von diesem Unfall und vom Tod eines lieben Bekannten betroffen sind, in dem Glauben, den sie durch die heutige Messfeier und Prozession bezeugt haben, «Halt und Stärkung» finden.
Update: 30.05.2024 um 16.25 Uhr.
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https://www.kath.ch/newsd/toter-bei-fronleichnamsprozession-in-raron/