Papst Franziskus tauft im Vatikan 16 kleine Kinder

Babygeschrei und Chorgesang: Diese besondere Mischung gibt es im Vatikan nur einmal im Jahr, am 7. Januar. Dann tauft der Papst persönlich mehrere Kinder. Papst Franziskus liebt es – und freut sich über die Lebhaftigkeit der Säuglinge und Kleinkinder.

Begleitet von lautem Babygeschrei hat Papst Franziskus am Sonntagvormittag im Vatikan 16 kleine Kinder getauft. In einer feierlichen Zeremonie in der Sixtinischen Kapelle machte er sie durch das Übergießen mit Wasser und das Aussprechen der Taufformel zu Christen. Die meisten der Neugetauften sind Kinder von Vatikan-Angestellten.

87-Jährige gut gelaunt

In einer kurzen Ansprache erklärte der gut gelaunte 87-Jährige: «Die Kinder sind die Hauptpersonen in dieser Feier. Sie dürfen reden, laufen, schreien. Wenn sie weinen, lasst sie weinen. Wenn sie Hunger haben, stillt sie, ohne Probleme, hier.»

«Sie sind die Hauptpersonen, weil sie auch uns zeigen, wie man den Glauben annimmt: unschuldig und mit offenem Herzen.»

Papst Franziskus

Weiter führte der Papst aus: «Sie sind die Hauptpersonen, weil sie auch uns zeigen, wie man den Glauben annimmt: unschuldig und mit offenem Herzen.» An die Eltern und Taufpaten gewandt ergänzte Franziskus: «Ich wünsche euch, dass euer Leben den Kindern beim Wachsen hilft (…). Danke für euer Zeugnis, dass ihr sie hierher gebracht habt, um den Glauben zu empfangen!»

Kardinäle kümmern sich um rituelle Zeichen

Während der Papst sich auf den eigentlichen Taufritus mit Wasser beschränkte, kümmerten sich die Kardinäle Konrad Krajewski und Fernando Vergez Alzaga um die übrigen rituellen Zeichen der Taufe. Dazu gehören die Salbung mit Öl, das Anlegen eines weissen Kleides und die Übergabe einer Taufkerze.

Am Fest der Taufe des Herrn, das die Kirche am Sonntag nach dem Dreikönigstag begeht, wird an die Taufe Jesu im Jordan erinnert. An einer Wand der Sixtinischen Kappelle hat der Renaissancemaler Pietro Perugino dieses Ereignis in einem Gemälde dargestellt. Die Taufe ist das wichtigste Sakrament in den christlichen Kirchen.

Durch das Übergiessen mit Wasser und die Formel «Ich taufe dich im Namen des Vaters, der Sohnes und des Heiligen Geistes» wird ein Mensch zum Christen. In der katholischen Kirche sowie in den meisten protestantischen und orthodoxen Kirchen werden Säuglinge getauft; in einigen christlichen Konfessionen wird für die Taufe das Erreichen des Erwachsenenalters abgewartet. (cic)


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