Der Schwyzer Kirchenratspräsident Urs Zehnder bedauert die vielen Kirchenaustritte, die aufgrund des Missbrauchsskandals mitgeteilt würden. Und dass dabei oft keine Rücksprache erwünscht sei.
«Es ist frustrierend, wie viele Menschen im Gefolge der Missbrauchsfälle ihren Austritt aus der Kirche geben. Wir würden gerne mit ihnen in Kontakt treten, was wir aber nicht dürfen, wenn die betreffende Person es ausdrücklich nicht erlaubt. Mir tun die engagierten, oft ehrenamtlichen Mitarbeitenden leid, die sich für die Kirche einsetzen und solche Anfragen in Empfang nehmen müssen. Ich kenne niemanden in meinem Umfeld, der Erfahrungen mit Missbräuchen gemacht hat. Aber die Konsequenzen tragen wir in unseren Pfarreien.»
Das sagte der Kirchenratspräsident Urs Zehnder auf Nachfrage von kath.ch. Im Bericht des «Boten der Urschweiz» zur Kirchgemeindeversammlung Schwyz am Donnerstag in Ibach SZ hiess es, Urs Zehnder habe sich über anonyme Austrittsschreiben beschwert. Das stimme so nicht, sagt Zehnder auf Nachfrage von kath.ch. Die Austrittsformulare würden zwar eine Anonymität vorgeben. Doch sei es bei ihnen auf der Kirchgemeinde ersichtlich, wer das Begehren eingereicht habe. Wenn es dann Menschen im eigenen Bekannten- und Verwandtenkreis seien, schmerze das. (rp, korrigierte Version, 16.12.23,16.30 Uhr)
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