Nach langen Jahren des Helfens hört Dominikanerin Wilhelma bei der Missionsprokur Ilanz auf

Nun hat sie Ihr Wirken ganz eingestellt: Schwester Wilhelma Kalpers (84) von den Ilanzer Dominikanerinnen beendet endgültig ihre Tätigkeit bei der Missionsprokur. Jahrzehntelang arbeitete sie aufopferungsvoll im Hilfswerk der Mission und unterstützte dabei Frauen und Kinder in aller Welt.

Wolfgang Holz

«Liebe Schwester Wilhelma, so lange warst Du deiner Mission treu und wirst es auch bleiben. Ich danke dir für alles, was Du für die Menschen am Rand getan, gelitten, geliebt, erbetet… hast, für die Menschen in Brasilien, Taiwan, auf den Philippinen, in Guatemala, in der Schweiz», schreibt Pius Süss auf Facebook. Süss war zehn Jahre lang Missionsprokurator bei den Ilanzer Dominikanerinnen. In dieser Zeit arbeitete er mit Schwester Wilhelma zusammen.

Leitete Missionsprokuratur von 2008 bis 2010

Im Rheinland gebürtig, hat Schwester Wilhelma Kalpers Jahrzehnte lang in der Missionsprokur Ilanz mitgearbeitet und diese auch von 1997 bis 2009 geleitet. Sie hat auch an der Synode ’72 eine aktive Rolle gespielt.

«Auch in der Kirche Schweiz hast Du Spuren hinterlassen. Und zuletzt danke ich dir auch für 10 wunderbare Jahre in deiner Begleitung in der Missionsprokur. Ich wünsche dir einen Abschied aus all deinen Verantwortungen, der nicht so weh tut und von der Hoffnung genährt wird: Es geht weiter. In herzlicher Verbundenheit. Pius» – so endet Süss’ Facebook-Eintrag.

Getrocknete Blüte des Zierlauchs

Schwester Wilhelma selbst erklärte das Missionsverständnis der Ilanzer Schwestern anlässlich des 150-jährigen Jubiläums des Klosters einmal mithilfe einer getrockneten Blüte des Zierlauchs: «Dieses fragile Gebilde versinnbildlicht Mission: Die Kugelform stellt die Welt dar, wohin die Kirche von innen her gesandt ist; alle Ortskirchen (Samenkapseln) sind mit der Mitte (Jesus Christus) verbunden, wobei jede Ortskirche weitere Samen in sich trägt.»

Seit mehr als 100 Jahren sind die Ilanzer Schwestern in der Mission tätig. Am 7. Oktober 1920 verliessen die ersten sieben Schwestern das Mutterhaus in Ilanz Richtung China. 100 Jahre später hat sich vieles entwickelt und gewandelt – der missionarische Geist ist geblieben.

«Wohlergehen der Menschen»

«Und zwar in dem Sinn, dass wir uns nicht nur um das religiös verstandene Seelenheil der Menschen, sondern auch um deren Wohlergehen in materieller und sozialer Hinsicht kümmern», so die Dominikanerin Wilhelma.

Die Missionsprokur ist das Hilfswerk der Ilanzer Dominikanerinnen. Über die Missionsprokur werden weltweit soziale Projekte unterstützt. Dabei ist sie innerhalb der Ilanzer Dominikanerinnen die Verbindungsstelle zwischen den Spenderinnen und Spendern und den Schwestern und ihren befreundeten Organisationen, welche für die verschiedenen sozialen Projekte verantwortlich sind.

Die Missionsprokur sammelt Gelder für die Projekte in Brasilien, auf den Philippinen und in Guatemala und unterstützt Projekte für Kinder und Frauen.


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