Papst Franziskus hat am Rande eines Treffens mit katholischen Charismatikern für den Frienden in Nahost gebetet. Der Papst daran, dass Krieg alles zerstöre, die Jugend, die gesamte Menschheit.
Bei einem Treffen katholischen Charismatikern am Samstag hat der Papst für Frieden im Heiligen Land gebetet. In der vatikanischen Audienzhalle erinnerte er dabei an das Friedensgebet von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas und dem damaligen Staatspräsidenten von Israel, Schimon Peres im Vatikan 2014. «Krieg zerstört auch die Erinnerung an die Schritte, die zum Frieden unternommen wurden», so Franziskus. Krieg zerstöre alles, die Jugend, die gesamte Menschheit. «Bitte lassen Sie uns für den Frieden kämpfen», rief der Papst die die Teilnehmenden auf. Anschliessend folgte ein Moment des stillen Gebets.
Franziskus’ Ansprache fand im Rahmen einer Audienz für internationale Mitglieder der katholischen Charismatischen Erneuerung statt. Seit Donnerstag tagen sie zum Thema «Berufen, verwandelt und gesandt» in Rom und dem Vatikan. Organisiert wird das Treffen von «Charis» (Catholic Charismatic Renewal International Service) die Service- und
Koordinierungsstelle des Vatikans für die Charismatische Bewegung. Geleitet wird «Charis» von einem 18-köpfigen internationalen Team Ehrenamtlicher, moderiert von dem Argentinier Pino Scafuro.
Von der Bewegung forderte der Papst Offenheit. Sie sollten an die Ränder gehen und sich nicht auf die grossen Strukturen und prominente Führungspersönlichkeiten beschränken. Charismen sollten gefördert, nicht kontrolliert und in den Dienst der gesamten Kirche gestellt werden. Aufgaben von Charis seien die Unterstützung von Leitungspersonal sowie Rat und Begleitung für alle Gruppen, die sich auf die charismatische Erneuerung beziehen. Weiter mahnte Franziskus zur Wachsamkeit, «damit Sie nicht in die Versuchung von Macht- und Einflussspielen geraten». Wichtig sei, Raum für neue Generationen von Führungspersönlichkeiten zu lassen und sich ständig für die Ausbildung junger Menschen einzusetzen.
Der katholischen Charismatischen Erneuerung gehören nach Vatikanangaben weltweit über 120 Millionen Gläubige an. In ihrer Frömmigkeit und ihrem Engagement hebt die Bewegung den Heiligen Geist hervor. Sie ist gekennzeichnet durch ein intensives und frei gestaltetes Gebets- und Gottesdienstleben, aber auch Verkündigung und soziales Engagement zählen dazu. Zudem ist die Charismatische Bewegung ökumenisch engagiert. (cic)
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