Während die Sirenen in Jerusalem heulten, sass eine Pilgergruppe aus dem Aargau ängstlich in der Hotel-Lobby. Im Sonderrückflug in die Schweiz gab es keinen Platz für die 47 Personen – nun befinden sie sich auf dem Weg zur jordanischen Grenze.
Jacqueline Straub
«Uns geht es gut», sagt der nigerianische Monsignore Chibuike Onyeaghala gegenüber kath.ch am Telefon. Er ist der Leiter der spanischsprechenden Mission und sitzt momentan mit 46 Mitreisenden in einem Bus Richtung Jordanien.
Am 4. Oktober begann die Wallfahrt der Gruppe. Die Pilgerinnen und Pilger der spanischsprachige Mission des Kantons Aargau besuchten die heiligen Stätten: Bethlehem, Nazareth, Jerusalem.
Als die Hamas am Samstagmorgen einen Grossangriff auf Israel gestartet hatte, war schnell klar: Sie können das Land nicht verlassen. Denn die Swiss hat alle Flüge zwischen der Schweiz und Tel Aviv gestrichen. Eine andere Lösung musste her.
«Heute Abend kommen wir in Amman an. Morgen werden wir dann hoffentlich nach Zürich fliegen können», so Chibuike Onyeaghala.
Noch gestern Dienstag sass die Pilgergruppe in Jerusalem fest. Als die Sirenen heulten, begaben sich die Menschen panisch in die Hotel-Lobby. In den Schutzbunker mussten sie nicht. Dennoch: Einige Mitreisende waren sehr besorgt. Vor allem auch die Familien in der Schweiz, die um ihre Angehörigen bangten.
Chibuike Onyeaghala zeigt sich entspannt. «Es wurde alles gut für uns organisiert». Die Pilgergruppe war mit dem Reisebüro, den schweizerischen Behörden und der Swiss in ständigem Kontakt. Am gestrigen Dienstag gab es dann einen Sonderflug in die Schweiz. Doch für die Pilgergruppe gab es keinen Platz mehr.
Chibuike Onyeaghala ist dankbar, dass sie nun wieder in die Schweiz zurückreisen können – aber auch, dass er mit der Pilgergruppe die heiligen Stätten besuchen durfte. «Wir haben viel für den Frieden gebetet», sagt er.
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https://www.kath.ch/newsd/schweizer-pilgergruppe-in-israel-wir-muessen-ueber-jordanien-ausreisen/