Über tausend Personen an Solidaritätskundgebung für Israel

Etwas über tausend Personen sind am Dienstagabend einem Aufruf der Israelitischen Cultusgemeinde Zürich gefolgt: Sie haben auf dem Münsterhof in der Stadt Zürich ihre «Solidarität mit den Opfern des blutigen Überfalls in Israel» gezeigt. Die reformierte Kirche liess die Kirchenglocken des Grossmünsters läuten.

Es handle sich um eine Solidaritätskundgebung für Israel und seine Bewohnerinnen und Bewohner, sagte Jacques Lande, Präsident der Israelitischen Cultusgemeinde Zürich. Die vielen Worte der Solidarität seien wichtig.

Hamas als Terrororganisation brandmarken

«Diesen Worten müssen aber auch Taten folgen», forderte Lande. Der Bundesrat müsse die Hamas endlich als Terrororganisation brandmarken.

Diese Forderung wurde am Dienstagabend während der etwas mehr als eine Stunde dauernden Kundgebung von verschiedenen weiteren Rednerinnen und Redner wiederholt. Und sie löste jeweils viele «Jawohl»-Rufe und Applaus auf dem Münsterhof aus.

«Komplette Entmenschlichung»

Die Hamas habe schon immer zur Vernichtung des Staates Israel aufgerufen, sagte der Zürcher Regierungspräsident Mario Fehr (parteilos) in seiner Rede. «Dass die Schweizer Politik an die Illusion geglaubt hat, mit diesen Leuten verhandeln zu können, ist naiv und beschämend.»

Fehr sprach von einem brutalen, barbarischen Angriff auf Israel. «Die komplette Entmenschlichung, mit der Jüdinnen und Juden von Hamas-Terroristen verschleppt und getötet wurden, ist unerträglich und nicht in Worte zu fassen.»

Grausame Realität

Das Unvorstellbare sei zur grausamen Realität geworden, meinte auch Brigitte Bos-Portmann, Vizezentralpräsidentin der Gesellschaft Schweiz-Israel. Der Angriff bleibe auch am Tag 4 unfassbar, man bleibe bestürzt, wütend zurück.

Geschockt über die Hamas-Taten zeigte sich auch Ifat Reshef, die Botschafterin Israels in der Schweiz. Israel habe das Recht, sich zu verteidigen. Der Kampf richte sich nicht gegen die Menschen in Gaza, sondern gegen die Terroristen, sagte die Botschafterin.

«Free Gaza from Hamas»

Zur bewilligten Kundgebung hatte die Israelitische Cultusgemeinde Zürich aufgerufen. Eine breite Allianz von jüdischen und anderen Organisationen trug die bewilligte Kundgebung mit. Die reformierte Kirche unterstützte sie mit einem Solidaritätsläuten von Kirchenglocken des Grossmünsters zu Beginn, auf das auf dem Münsterhof eine Schweigeminute folgte.

Dort hatten sich etwas nach 18 Uhr über tausend Personen zusammengefunden. Viele hatten Schweizer und Israel-Fahnen dabei. Einige führten selbstgebastelte Kartonschilder mit sich, auf denen etwa «Free Gaza from Hamas» oder «Stopp Terroristen» stand. (sda)


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