In der Kollegiumskirche Bellinzona ist eine Ausstellung zu sehen, die von Carlo Acutis stammt. Der italienische Junge starb mit 15 Jahren an Krebs und wurde im Jahr 2020 vom Vatikan seliggesprochen. Die Idee für die Ausstellung hat die Pfarreiangehörige Luisa Mini aus der Toscana in den Tessin gebracht.
Catt.ch/ Adaption: Regula Pfeifer
Die Ausstellung stellt viele der eucharistischen Wunder weltweit vor, welche die Kirche anerkannt hat. Laut catt.ch handelt es sich dabei um einen Teilbereich der gesamten Ausstellung, die der italienische Jugendliche Carlo Acutis in seiner kurzen Lebenszeit entwickelt hat.
Die Ausstellung ist eine fotografische Schau, verbunden mit historischen Erklärungen. Über Links lassen sich die jeweiligen Orte virtuell besuchen, an denen die Wunder geschahen. Die gesamte Ausstellung ist einsehbar auf der Webseite miracolieucaristici.org.
Der Italiener Carlo Acutis wurde 15 Jahre alt. Er starb 2006 an den Folgen einer Krebserkrankung. Der Teenager war sehr gläubig. Er verehrte die Eucharistie. Deshalb baute er eine Internet-Seite auf, welche viele der weltweit erfolgten Wunder vorstellt, welche von der katholischen Kirche anerkannt sind.
Die Ausstellung hat Luisa Mini, eine Pfarreiangehörige von Massagno, in den Tessin gebracht. Dementsprechend war bis Donnerstag eine ähnliche Ausstellung in den Kirchen von Massagno und Canobbio zu sehen. Sie habe eine solche Ausstellung während ihren Ferien in der Toscana entdeckt, sagt Luisa Mini gegenüber catt.ch. Und zwar beim Besuch der Kirche von Montepulciano.
Luisa Mini war überrascht, als sie merkte, dass diese Art Wunder nicht nur vor Jahrhunderten passiert seien. Die Ausstellung zeigt: Es hat solche auch im 21. Jahrhundert gegeben. Luisa Mini erwähnt etwa das Wunder von Sokolka, Polen im Jahr 2008 oder jenes von Tixtla, in Mexiko im Jahr 2006. Beim Wunder von 2013 in Legnica, Polen, sei tatsächlich menschliches Blut in einer Hostie gefunden worden.
Von Montepulciano brachte Luisa Mini die Idee nach Hause: Es wäre sehr schön, wenn mehr Leute von diesen Vorkommnissen erfahren würden – vor allem Kinder und Jugendliche. Deshalb habe sie dem Pastoralraum San Bernardo vorgeschlagen, solche Ausstellungsplakate in den eigenen Kirchen aufzustellen. «Ich bin überzeugt: Wir wissen nicht genug von den Ereignissen, die mit der Präsenz Gottes unter den Menschen verbunden sind.»
Carlo Acutis wird besonders in Italien als «Cyber-Apostel» verehrt. Im Oktober 2020 wurde er in Assisi seliggesprochen, in Anwesenheit von rund 3000 Personen.
Agostino Vallini, emeritierter Kardinalvikar der Diözese Rom, würdigte damals den an Krebs verstorbenen 15-Jährigen als «wahren Zeugen der liebe Christi». Acutis habe die Eucharistie in den Mittelpunkt seines kurzen Lebens gestellt und sei zu einem «Vorbild besonders für junge Menschen» geworden.
Die Ausstellung ist bis am 29. Juni in der Kollegiumskirche in Bellinzona zu sehen.
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant
https://www.kath.ch/newsd/wunder-ausstellung-des-cyber-apostels-in-bellinzona/