Italiens Bischöfe haben die mehr als 40 Millionen Katholiken des Landes zum Gebet für den im Krankenhaus liegenden Papst aufgefordert. Derweil versicherte der Staatssekretär des Heiligen Stuhls, Pietro Parolin, dass Franziskus seinen Dienst «sogar vom Krankenbett aus» fortsetzen werde.
In einer Mitteilung der Italienischen Bischofskonferenz vom Mittwoch heisst es, dass der Vorstand der Italienischen Bischofskonferenz die Verbundenheit und Zuneigung der Bischöfe und der Kirchen in Italien zu Papst Franziskus zum Ausdruck bringe. In diesem «weiteren Moment der Prüfung» stünden sie dem Heiligen Vater nahe und wünschten ihm eine baldige Genesung.
Am Mittwochmittag war Papst Franziskus in die römische Gemelli-Klinik eingeliefert worden. Dort soll er am Nachmittag unter Vollnarkose am Darm operiert werden. Wie der Vatikan mitteilte, war der Eingriff notwendig geworden, weil Franziskus unter wiederkehrenden, schmerzhaften und sich verschlimmernden Symptomen eines Darmverschlusses gelitten habe. Nach der Operation soll der Papst einige Tage in der Klinik post-operativ behandelt werden.
Kardinal Pietro Parolin, Staatssekretär des Heiligen Stuhls, versicherte derweil in einer Rede vor Journalisten, dass «Papst Franziskus seinen Dienst sogar von einem Krankenhausbett aus fortsetzt.» Anlass war die Einweihung des neuen Pilgerzentrums für das Jubiläum – «Heilige Jahr» – 2025 in der Nähe des Vatikans.
Kardinal Parolin, die «Nummer zwei» des Heiligen Stuhls, reagierte damit auf die wenige Minuten zuvor erfolgte Ankündigung, dass der 86-jährige Papst Franziskus ins Krankenhaus eingeliefert wurde.
«Wir geben ihm all unsere Zuneigung und unsere Gebete mit auf den Weg. In der Hoffnung, dass alles so schnell wie möglich gelöst werden kann und dass er bald zur Ausübung seines Amtes zurückkehrt», versicherte der italienische Kardinal. Weiter meinte er noch, dass es «schwierig ist, alle technischen Begriffe» in Zusammenhang mit diesem Eingriff zu verstehen.
Parolin ist sich jedoch sicher, dass Papst Franziskus nach der Operation, die «einige Stunden» dauern könnte, in der Lage sein sollte, sein Amt wieder auszuüben. «Wenn es Dinge gibt, die entschieden werden müssen, werden sie ihm ins Krankenhaus gebracht», erklärte er. (cic/cath.ch/sas)
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