Ein offenbar psychisch kranker Mann hat es am Donnerstag mit dem Auto bis ins Zentrum des Vatikans geschafft. Die Gendarmerie des Papstes hatte vergeblich versucht, ihn mit Schüssen in die Vorderreifen zu stoppen.
In Rom hat ein offenbar psychisch kranker Mann am Donnerstagabend mit seinem Auto die Sicherheitskontrollen der Schweizergarde und der Gendarmerie durchbrochen und ist in den Vatikan eingedrungen. Wie das vatikanische Presseamt mitteilte, versuchte die Gendarmerie des Papstes, ihn mit Schüssen auf die Vorderreifen zu stoppen. Es gelang ihm jedoch, bis in den Damasushof im Zentrum des Vatikans vorzudringen. Dort sei er aus dem Fahrzeug gestiegen und sofort verhaftet worden.
Eine erste Untersuchung durch den vatikanischen Gesundheitsdienst habe gezeigt, dass der etwa 40-jährige Mann Merkmale einer schweren psychischen Störung aufweise. Die vatikanische Gendarmerie habe den Eindringling bis auf weiteres in einer der vatikanischen Gefängniszellen festgesetzt.
Für Papst Franziskus dürfte zum Zeitpunkt der Tat keine Gefahr bestanden haben. Während seine Vorgänger noch in einer Wohnung im Apostolischen Palast wohnten, ist Papst Franziskus seit seinem Amtsantritt im Gästehaus Santa Marta untergebracht. Dieses befindet sich auf der anderen Seite des Vatikans. Nach dem Alarm verschlossen die Wachen das Zugangstor vom Damasushof zu den Vatikanischen Gärten und zum Santa-Marta-Platz. (cic/cm)
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