Seit Wochen sorgt der Verkauf des Marienheims der Ursulinen für Unruhe in der Stadt Brig-Glis. Der Kanton plant dort eine Asylunterkunft – was nicht allen gefällt. Daraufhin wollte die Stadt das Gästehaus übernehmen. Nun hat der Grosse Rat beschlossen: Der Kanton Wallis kauft das Gästehaus.
Jacqueline Straub
Der Grosse Rat des Kanton Wallis hat am Mittwoch mit 88 zu 34 Stimmen ohne Enthaltung in letzter Instanz über den Kauf des Marienheims der Ursulinen entschieden: Das Gästehaus des Klosters St. Ursula in Brig bleibt in den Händen des Kantons.
Zuvor hatte sich das Parlament mit 86 zu 42 Stimmen ohne Enthaltung gegen eine Rückweisung des Verpflichtungskredits über den Kauf des Gästehauses St. Ursula an die Regierung ausgesprochen.
Im Vorfeld kam es zum Streit um das Gästehaus. Die Ursulinen des Klosters St. Ursula in Brig haben vor einiger Zeit dem Kanton Wallis ihr Marienheim zum Verkauf angeboten. Dieses sollte zukünftig zu einer Asylunterkunft umfunktioniert werden. Doch diese Idee stiess auf Kritik. Sowohl aus Reihen der Politik wie auch der Bevölkerung.
So schlug die Stadt Brig-Glis vor, das Gästehaus des Klosters zu kaufen – zwei Jahre zuvor hatte diese aber keinerlei Interesse an einem Kauf.
Nachdem der Stadtrat eine ausserordentliche Urversammlung einberief und knapp 75 Prozent der 800 Anwesenden abstimmten, dass die Stadt die Federführung über das Gebäude haben sollte, wurde dies Thema beim Walliser Parlament in der März-Session.
Nun steht fest, dass das Gästehaus dem Kanton gehören wird.
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https://www.kath.ch/newsd/kanton-kauft-das-gaestehaus-st-ursula-in-brig-glis/