Der Bischof von Lugano soll künftig nicht mehr zwingend die Tessiner Staatsbürgerschaft haben müssen. Das fordert ein Appell. Bereits 2’000 Personen haben ihn unterschrieben. Am 21. März überreichen Luigi Maffezzoli und die beiden Mitstreitenden den Appell an Nuntius Martin Krebs in Bern.
Regula Pfeifer
Das Anliegen findet offenbar Unterstützung im Tessin: Fortan soll der Bischof von Lugano nicht mehr zwingend die Tessiner Staatsbürgerschaft haben müssen. Der entsprechende Vertrag zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Bundesrat von 1968 müsse geändert werden. Er stützt sich auf eine Abmachung aus dem Jahr 1888.
Die Unterschriftensammlung läuft positiv. Vor einer Woche hatten 1’200 Personen den Appell unterschrieben. Heute vermeldet Luigi Maffezzoli, es seien bereits knapp 2’000 Unterschriften vorhanden.
Lanciert hatte er die Unterschriftenaktion Mitte Januar – gemeinsam mit der Kantonalrätin Maddalena Ermotti Lepori (Die Mitte) und Kantonsrat Giancarlo Seitz (Lega). Maffezzoli selbst ist ehemaliger Präsident der Organisation «Azione Cattolica ticinese».
Nun haben die Appellanten und Appellantinnen einen Termin beim päpstlichen Nuntius in Bern erhalten. Sie werden den Appell mit den Unterschriften am 21. März Nuntius Martin Krebs in der Botschaft in Bern persönlich übergeben können.
Beim Tessiner Bundesrat Ignatio Cassis haben die Appellanten noch kein Treffen erreicht. Der Bundesrat weile in jener Woche im Ausland, weiss Maffezzoli. Sie planen deshalb nach dem Besuch beim Nuntius den Appell ins Departement für auswärtige Angelegenheiten vorbeizubringen – mit der Hoffnung, möglichst an einen persönlichen Delegierten des Bundesrats zu geraten.
Den Tessiner Bundesrat Ignazio Cassis wollen sie später treffen – in Bern oder im Tessin. Das persönliche Gespräch sei ihnen ein Anliegen, sagt Maffezzoli.
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