Brief an die Kommission für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

Im Wortlaut

Brief an die Mitglieder der Kommission für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit vom 16.2.2023.

Sehr geehrter, lieber Herr Präsident

Geschätzte Mitglieder der Kommission

Seit einiger Zeit befasst sich die Schweizer Bischofskonferenz vertieft mit der Thematik ihrer Beratungsgremien, die sie im Laufe der Jahre zur Erfüllung ihres Auftrages und zur Beantwortung wachsender und immer anspruchsvoller werdender Herausforderungen, vor denen die Kirche in der Schweiz steht, geschaffen hat.

Verschiedene Umstände haben die Bischofskonferenz jedoch immer mehr dazu veranlasst, die bestehende Struktur und Anzahl ihrer Gremien, die zweifellos in idealer Hinsicht ihre Daseinsberechtigung haben und sinnvoll sind, zu überdenken bzw. anzupassen. In diesem Zusammenhang haben die Bischöfe und die Territorialäbte an der 338. Ordentlichen Versammlung vom 28.-30. November 2022 im Rahmen einer gründlichen Besprechung der bestehenden Kommissionstruktur festgestellt, dass der einst bei der Gründung vorhandene Bedarf für die Kommission für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit deutlich weniger besteht bzw. heutzutage andere Gefässe angebrachter scheinen. Die Kommission selbst hatte im Laufe der Jahre 2020-2021 festgestellt, dass sich die Parameter änderten, und ihre Mitglieder hatten ihr Mandat bereits per 31. Dezember 2021 niedergelegt. Der Kommunikationsdienst der SBK, vertreten durch Julia Moreno, stellte im August 2022 dasselbe fest. Darauffolgend analysier-ten die Mitglieder der SBK die Situation im November 2022 und überlegten, wie sie angepasst werden könnte.

Das Präsidium der SBK hat an seiner Sitzung vom 30. Januar 2023 dem Antrag der 338. Or-dentlichen Versammlung Folge geleistet und auf die Bestellung einer neuen KKÖ definitiv verzichtet und die KKÖ per 31.3.2023 als aufgelöst gilt. Es unterstreicht aber nachdrücklich, dass die Kommission in den vergangenen Jahren ihren Auftrag äusserst gewissenhaft und mit Herzblut erfüllt hat – nicht zuletzt unter der Federführung von Mariano Tschuor. Die Mitglieder der Schweizer Bischofskonferenz, allen voran der Ressortverantwortliche Mgr. Alain de Raemy, sind den jetzigen und einstigen Mitgliedern für ihren wertvollen Beitrag zutiefst dank-bar.

In der Tat ist die Bischofskonferenz zum Schluss gekommen – auf dem Hintergrund der ihr auf nationaler Ebene zunehmend fehlenden Kräfte –, dass es heute für die Weiterführung einer schweizweiten KKÖ keine triftigen Gründe mehr gibt. Gegenwärtig scheint es, Fragenkomplexe rund um die mediale Präsenz der Bischöfe bzw. der Katholischen Kirche eher und angemessener auf diözesaner bzw. sprachregionaler Ebene anzugehen – im Einvernehmen und in Zusammenarbeit mit dem Kommunikationsdienst der SBK. Jeder Diözesanbischof soll hier das Seine leisten dürfen. Selbstverständlich bedarf es nach wie vor einer professionellen Beobachtung/Betreuung im Medienbereich.

Ein Prozess der Aktualisierung, der Umwandlung bzw. des Transfers von Kompetenzen kommt somit seit einigen Wochen, unter der Leitung von Julia Moreno, in Gange – besonders im Hinblick auf die Errichtung eines Beirats, gleichzeitig von einem nötigen aggiornamento der Kommunikationsstrategien begleitet, der in erster Linie eine Klärung und Stärkung der Synergien mit den Kommunikationsverantwortlichen auf Diözesanebene impliziert. Im Vertrauen auf Ihre wohlwollende Aufnahme des Vorstehenden entbieten wir Ihnen die besten Segenswünsche und grüssen Sie freundlich.

DDr. Felix Gmür, Präsident

Davide Pesenti, Generalsekretär

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