Spanien schickt Königin Sofia, Belgien das Königspaar. Manche Länder schicken ihre Staatsoberhäupter. Die Schweiz ist mit Botschafter Denis Knobel vertreten, Liechtenstein mit Botschafter Prinz Stefan. Die trauernden Grimaldis lassen sich von ihrem Botschafter vertreten.
Raphael Rauch und Wolfgang Holz
Vom Staatssekretariat gab’s zum Jahresbeginn eine klare Ansage: Für den Heiligen Stuhl macht es einen Unterschied, ob ein amtierender oder ein emeritierter Papst stirbt. Offiziell würden Deutschland und Italien eingeladen. Den restlichen Ländern stehe es frei, am Requiem teilzunehmen. Und zwischen den Zeilen gab’s die Botschaft: Wir erwarten niemanden aus der Hauptstadt – die akkreditierten Botschafterinnen und Botschafter am Heiligen Stuhl tun’s auch.
Verglichen mit der Gästeliste der Beerdigung von Johannes Paul II. sieht die VIP-Liste für den Donnerstag bescheiden aus. Die Schweiz schickt Botschafter Denis Knobel zum Requiem – 2005 kam Bundespräsident Samuel Schmid zur Beerdigungsfeier von Papst Johannes Paul II.
Mit Spannung wurde erwartet, wie sich der katholische Hochadel verhält. Bestätigt ist die Teilnahme der emeritierten Königin von Spanien Sofia sowie des belgischen Königs Philippe und seiner Frau Mathilde.
Fürst Albert und Fürstin Charlène von Monaco hingegen schicken ihren Botschafter, wie dieser gegenüber kath.ch bestätigte. Erst am Mittwoch hatten die Grimaldis ein Requiem in Monaco: Der emeritierte ErzbischofBernard Barsi wurde zu Grabe getragen – ein Tag vor der Beerdigung Benedikts des XVI.
Ob Grossherzog Henri und Grossherzogin Maria Theresia von Luxemburg morgen Requiem mitfeiern werden, ist dagegen nicht bekannt.
Die deutsche Delegation führt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier an. Mit dabei: Bundeskanzler Olaf Scholz, Bundesratspräsident Peter Tschentscher, Bundestagspräsidentin Bärbel Bas und der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Stephan Harbarth.
Das Bundesland Bayern, aus dem Benedikt XVI. stammt, reist unter anderem mit Ministerpräsident Markus Söder an.
Italien: Präsident Sergio Mattarella
Belgien: König Philippe und Königin Mathilde
Schweiz: Botschafter Denis Knobel
Liechtenstein: Botschafter Prinz Stefan
Spanien: Königin Sofia, Präsidialminister Felix Bolanos
Frankreich: Innenminister Gerald Darmanin
Polen: Präsident Andrzej Duda
Portugal: Präsident Marcelo Rebelo de Sousa
Ungarn: Präsidentin Katalin Novak
Slowenien: Präsidentin Natasa Pirc Musar
Kroatien: Aussenminister Gordan Grlic Radman und Kulturministerin Nina Obuljen Korzinek
Bischof Georg Bätzing als Vorsitzender der Bischofskonferenz
Kardinal Reinhard Marx (München und Freising),
Kardinal Rainer Maria Woelki (Köln)
Erzbischof em. Ludwig Schick (Bamberg)
Bischof Rudolf Voderholzer (Regensburg)
Bischof Stefan Oster (Passau)
Kardinal Matteo Zuppi (Bologna)
Erzbischof Franz Lackner (Salzburg), Vorsitzender der Österreichischen Bischofskonferenz
Kardinal Christoph Schönborn (Wien)
Bischof Wilhelm Krautwaschl (Graz)
Bischof em. Alois Kothgasser
Erzbischof Emil Paul Tscherrig, Apostolischer Nuntius in Italien
Weihbischof Alain de Raemy, Apostolischer Administrator von Lugano)
Kardinal Jean-Claude Hollerich (Luxemburg)
Kardinal Joseph Zen Ze-kiun, emeritierter Bischof von Hongkong
Ukrainische griechisch-katholische Kirche: Bischof Kenneth Nowakowski in Vertretung für Kiews Grosserzbischof Swjatoslaw Schewtschuk
Armenisch-katholische Kirche Raphael Bedros XXI. Minassian, Patriarch von Kilikien
Ordensstatthalter Leutnant John Dunlap
Ökumenisches Patriarchat von Konstantinopel Metropolit Emmanuel (Chalkedon) und Metropolit Polykarp (Italien)
Weltkirchenrat Heinrich Bedford-Strohm, bayerischer Landesbischof und ehemaliger Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland
Russland Metropolit Antonij, Aussenamtsleiter des russisch-orthodoxen Patriarchats, vertritt den Moskauer Patriarchen Kyrill I.
Serbien Bischof Andrej (Cilerdzic) für das serbisch-orthodoxe Patriarchat in Belgrad
Anglikanische Gemeinschaft: Erzbischof Ian Ernst, Repräsetant des Erzbischofs von Canterbury
Judentum Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch
Noemi Di Segni, Präsidentin des Verbands der italienischen jüdischen Gemeinden (UCEI)
Islam Imam Yahya Pallavicini, Vizepräsident der italienischen islamischen Religionsgemeinschaft (CORESI) (cic)
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant
https://www.kath.ch/newsd/diese-vips-kommen-zu-benedikts-beerdigung/