Adoray-Festival will jungen Menschen «Mut zur Entscheidung» machen

2007 trafen sich erstmals junge Anhängerinnen und Anhänger der Deutschschweizer Adoray-Bewegung zu einem Fest. Zur 15. Ausgabe des Festivals werden ab Donnerstagabend rund 450 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Zug erwartet. Mit dabei ist der Basler Bischof Felix Gmür.

Das Adoray-Festival bietet Menschen von 15 bis 35 Jahren die Möglichkeit, eine junge und lebendige Kirche zu erleben und ihren Glauben zu vertiefen – durch Impulse und Begegnungen, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Die diesjährige Ausgabe ist dem Thema «Mut zur Entscheidung» gewidmet, das aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet und in Austauschgruppen vertieft werden soll.

Freude am Glauben im Mittelpunkt

«Wir wollen die Freude am Glauben in den Mittelpunkt stellen», sagt Christoph Walser, Medienverantwortlicher des Festivals. Bereits seit der Ausgabe vom vergangenen Jahr sei man bemüht, dem Austausch unter den Festival-Besucherinnen und -besuchern mehr Platz einzuräumen. Das Treffen beginnt deshalb bereits am Donnerstagabend und nicht wie in den ersten Jahren am Freitagabend. Erwartet werden laut Walser rund 450 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Mitglied der «Legionäre Christi» gestaltet Impulse

Drei Gäste werden thematische Impulse liefern. Zum einen der katholische Priester George Elsbett. Der aus Kanada stammende Priester ist Mitglied der Ordensgemeinschaft der «Legionäre Christi». Zudem ist er Lokaldirektor der Gemeinschaft «Regnum Christi» in Österreich, die mit den Legionären verbunden ist. Der Ordensmann leitet gemäss Mitteilung das Zentrum Johannes Paul II. in Wien.

Die Legionäre Christi haben eine problematische Vergangenheit: Anfang der 2000er Jahre waren schwere Fälle sexuellen und psychologisch-geistlichen Missbrauchs durch den Gründer der Legionäre, den mexikanischen Priester Marcial Maciel (1920 – 2008), bekannt geworden. Dies hatte eine schwere Krise des Ordens und einen mehrjährigen Erneuerungsprozess zur Folge. Angesichts von Mängeln in den inneren Leitungsstrukturen verfügte Papst Benedikt XVI. 2010 eine umfassende Untersuchung der Gemeinschaft und durchgreifende Reformen.

Musikerin und Supervisorin

Auch die Musikerin Eva Papic wirkt am Zentrum Johannes Paul II. in Wien. Auch Elisabeth Caspar Schmid, die in der Schweiz lebt, wird einen Impuls halten. Die ehemalige Lehrbeauftragte für Psychologie und Erziehungswissenschaften arbeitet heute als Supervisorin und Dozentin in der Berufseinführung für Seelsorgende im Bistum St. Gallen.

Tanz, Theater und Gottesdienste

Zum Programm gehören ein Tanzabend, eine Theatervorführung, Lobpreis und drei Eucharistiefeiern. Die erste leitet der nigerianische Priester Obiora Francis Ike. Der Basler Bischof Felix Gmür steht der Messe am Samstagvormittag vor.

Jugendbischof Alain de Raemy hätte die Abschlussmesse am Sonntagvormittag mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern feiern sollen. Weil er seit kurzem Apostolischer Administrator des Bistums Lugano ist, sei er verhindert, wie der Medienverantwortliche Christoph Walser mitteilt. An seiner Stelle wird Reto Kaufmann, Pfarrer von St. Michael in Zug, den Gottesdienst leiten.

«Big Adoray»

Höhepunkt des Treffens ist das sogenannte «Big Adoray» am Samstagabend. Gemeint ist eine ausführliche Version eines normalen Adoray-Treffens – also des Gebetsabends, zu dem sich Anhängerinnen und Anhänger an verschiedenen Orten der Schweiz regelmässig treffen. (bal/kna)


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