Die russische Punkband Pussy Riot sorgt für Wirbel in Bern. Einen Tag vor ihrem Konzert in Rubigen sind drei Russinnen in Wabern bei Bern bei einer Sprayaktion erwischt und kurzzeitig festgenommen worden.
Der Grund für die Verhaftung der drei Pussy Riot-Aktivistinnen am Montagabend soll ein Anti-Kriegs-Graffiti gewesen sein, das sie gerade an eine Strassenmauer sprayten. Darauf sollte die Distanz von Bern bis zum Krieg in der Ukraine sichtbar werden. Doch so weit kam es nicht – die Berner Polizei erwischte sie vorher auf frischer Tat.
Laut dem russischen Portal «Mediazona» handelt es sich bei den Festgenommenen um Marija «Masha» Aljochina, Lucy Stein und Taso Pletner – der Frontsängerin also und zwei Mitgliedern der Punkband Pussy Riot.
Auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte Ramona Mock von der Kantonspolizei Bern, dass Beamte aufgrund mehrerer Meldungen von Anwohnerinnen und Anwohnern ausgerückt seien, wonach mehrere Personen am Frischingweg in Wabern beim Sprayen gesehen wurden.
Für weitere Abklärungen waren die drei Bandmitglieder auf die Wache gebracht, später jedoch wieder freigelassen worden. Die Polizei begleitete sie anschliessend in ihr Hotel. Ob es zu einer Strafanzeige kommt, ist noch offen. Auch, weil erst abgeklärt werden muss, ob die besprayte Mauer der Stadt gehöre oder Privateigentum sei.
Pussy Riot sollte am Dienstagabend ein Konzert auf der Bühne am Teich beim Konzertlokal Mühle Hunziken spielen. Nach Angaben der Veranstalter finde der Auftritt nach wie vor statt. Die regierungskritische russische Band tourt zurzeit mit einer Anti-Kriegs-Performance durch Europa und spielte zuletzt am Theater-Spektakel in Zürich. (sda/kath)
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