KG als Buch, Website und App: Wie soll das Projekt heissen?

Das Kirchengesangbuch von 1998 wird erneuert und digitalisiert. Geplant ist ein Liederangebot als «Print-Web-App». Nun ruft Projektleiterin Sandra Rupp Fischer zu einer Ideensammlung für einen Namen auf.

Wohlklingend soll der Name für dieses neuartige Kirchengesangsprodukt sein. Er soll dessen Einmaligkeit und Neuheit darstellen und zeigen, dass Kirchengesang Glauben vermittelt und verbindend wirkt. Das sind ein paar der Anforderungen, die die Kirchenmusikerin Sandra Rupp Fischer an den Namen stellt (weitere siehe Kasten unten).

Kirchenmusik-Profis und Abt Urban dabei

Rupp leitet die Projektgruppe KG_neu. Diese hat die Idee – nach Vorsondierungen – entwickelt. Der Gruppe gehören auch Abt Urban Federer von Einsiedeln an und Sebastian Bausch, Hauptorganist der Pfarreien der katholischen Seelsorgeeinheit Zentrum in St. Gallen. Martin Hobi wirkt ebenfalls mit, er ist Professor für Kirchenmusik an der Hochschule Luzern und lehrt auch an der Universität Luzern. Weitere Beteiligte sind die Luzerner Professorin für Liturgiewissenschaft Birgit Jeggle-Merz und Peter Spichtig, Mitarbeiter am Liturgischen Institut in Freiburg.

Die Deutschschweizerische Ordinarienkonferenz (DOK) habe im November 2021 den Vorschlag der Arbeitsgruppe KG_neu gutgeheissen, schreibt Sandra Rupp Fischer. Damit kann das Kirchengesangbuch von 1998 – genannt katholisches Gesangbuch – von einem Produktemix «Print-Web-App» abgelöst werden.

Singen von der App

Fortan soll also ein Basisbuch sowohl in gedruckter Form als auch digital zur Verfügung stehen. Zudem sollen individualisierte Anhänge generiert werden können. Auf der dazugehörenden Website werden ergänzende Gesänge und Gottesdienstformulare zur Verfügung stehen. Dank einer App werden Gottesdienstbesuchende die Lieder ab Natel oder Tablet singen können.

Die DOK setzt sich bereits seit 2018 mit der Nachfolge des Kirchengesangbuches von 1998 auseinander. Von einer Übernahme des «Gotteslobes», welches 2013 in Deutschland und Österreich eingeführt wurde, sah die DOK ab. Sie rief jedoch 2019 unter der Leitung von Abt Urban Federer die «AG Chance Kirchengesang» ins Leben, die inzwischen AG KG_neu heisst.

Umfrage 2020

2020 wurde die breitangelegte Umfrage «Chance Kirchengesang» durchgeführt. Diese wurde ausgewertet und in zwei Hearings 2020 und 2021 präsentiert und vertieft. So entstand die Idee eines Kirchengesangsangebots als Produktemix «Print-Web-App». Einen Teil davon will die Projektgruppe bis 2027 umsetzen, nämlich das Basisbuch – print und digital – sowie ergänzende Materialien dazu. (rp)

Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant

https://www.kath.ch/newsd/church-songs-kirchenecho-wie-soll-die-neue-kirchengesang-buch-app-heissen/