Der Rhein hat wenig Wasser: «Die Probleme sind da – und wir auch»

Tiefe Pegel, hohe Dieselpreise und Lieferengpässe: Die Probleme für die Schifffahrt häufen sich momentan. Das merkt auch Schifferseelsorger Alex Wyss in den Basler Rheinhäfen. 

David Meier

Auch das Personal der Rheinschifffahrt hat Sorgen. Wer ein offenes Ohr braucht, ist bei Alex Wyss an der richtigen Adresse. Er ist Schifferseelsorger in Basel und für alle Menschen da –unabhängig von der Religionszugehörigkeit.

«Die Probleme lösen die Leute, die auf den Schiffen arbeiten»

Alex Wyss sieht die Probleme, die sich aufgrund der Hitze für den Rhein ergeben. Der tiefe Pegelstand macht das Navigieren schwierig. Zudem drückt der hohe Kraftstoffpreis die Margen. Zu verdienen sei in der Schifffahrt momentan wenig, sagt Alex Wyss.

«Ich weiss um diese Probleme, aber dagegen tun kann ich wenig», sagt der Seelsorger. «Ich bin kein Experte. Die Probleme lösen die Leute, die auf den Schiffen arbeiten. Es wäre falsch, wenn ich als Theologe dazu eine Einschätzung abgeben würde.»

Seelsorge mit Kaffee und Kuchen

Trotz freut sich das Schiffspersonal, wenn der Seelsorger mit einem Kuchen vorbeikommt und mit ihnen einen Kaffee trinkt. «Wir sind für die Menschen da und stehen für Gespräche zur Verfügung», sagt Alex Wyss. «Glücklicherweise kommen schlimme Ereignisse, wo unsere Unterstützung gebraucht wird, nur selten vor. Todes- oder Arbeitsunfälle haben wir glücklicherweise höchst selten. Wir stehen aber überall auf den Listen. Wenn es uns braucht, sind wir vor Ort.»

Wegen anhaltender Hitze und ausbleibenden Regens hat der Rhein gerade nur sehr wenig Wasser. Das hat auch Konsequenzen für die Schifffahrt: Bei niedrigen Wasserständen können die Schiffe weniger Fracht befördern. Dadurch wird die Schifffahrt auch unwirtschaftlicher.


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