Mehrere Geistliche aus Florida haben den US-Bundesstaat auf Verletzung ihrer Religionsfreiheit verklagt. Im neuen Abtreibungsgesetz von Florida sehen sie «eine verhängnisvolle Überhöhung der gesetzlichen Rechte von Föten».
In den am Montag (Ortszeit) getrennt eingereichten Klagen argumentieren die christlichen, jüdischen und buddhistischen Vertreter, die neue Regelung beeinträchtige ihre Möglichkeiten, Schwangere zu beraten. Dadurch werde ihre religiöse Freiheit eingeschränkt.
Das am 1. Juli in Kraft getretene Abtreibungsgesetz stellt nach Ansicht der Kläger «eine verhängnisvolle Überhöhung der gesetzlichen Rechte von Föten dar». Demgegenüber würden die Lebensqualität und Gesundheit der schwangeren Frauen abgewertet. Die Religionsvertreter wollen erreichen, dass das Gesetz für ungültig erklärt wird. Es verbietet in Florida Schwangerschaftsabbrüche nach der 15. Woche.
Mit den Klagen wollen liberale Religionsvertreter nach Ansicht von Beobachtern den landesweiten Trend hin zu strengen Regeln für Schwangerschaftsabbrüche nach einer Entscheidung des Supreme Courts abmildern. Das Oberste Gericht hatte Ende Juni das Grundsatzurteil «Roe vs. Wade» von 1973 aufgehoben, das Abtreibungen zur Privatsache erklärt hatte. (kna)
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