Vor Bussreise nach Kanada: Papst betet im Rollstuhl vor Marienikone

Papst Franziskus reist am 24. Juli nach Kanada, um sich bei den Opfer der Indian Residential Schools zu entschuldigen. Am Freitagmorgen hat er im Rollstuhl vor der Schutzpatronin der Römer für die Reise gebetet.

Papst Franziskus hat am Freitagmorgen in der römischen Basilika Santa Maria Maggiore für das Gelingen seines Besuches in Kanada gebetet. Dort möchte das Kirchenoberhaupt Vertreter der indigenen Völker um Vergebung bitten. In kirchlich betriebenen Residential Schools wurden Kinder ihrer Kultur beraubt, misshandelt und missbraucht.

Schutzpatronin

Der Vatikan verbreitete ein Foto, das ihn im Rollstuhl sitzend vor der Marienikone «Salus populi romani» zeigt. Die Ikone «Salus Populi Romani» gilt als Schutzpatronin der Römer. Traditionell begibt Franziskus sich vor und nach jeder Auslandsreise zu ihr. Zuletzt Ende Mai betete er vor der Madonna zudem für ein Ende des Krieges in der Ukraine; 2020 für ein Ende der Corona-Pandemie.

Der Überlieferung nach entstand das Bildnis der Muttergottes mit dem segnenden Jesuskind in Jerusalem und kam unter Papst Sixtus III. (432-440) nach Rom. Neuere kunsthistorische und chemische Untersuchungen legen jedoch nahe, dass die Ikone zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert in Rom entstand – allerdings nach älteren griechischen Vorbildern. (cic)


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