In Italien gibt es über 400 aktive und emeritierte Bischöfe. Viel zu viele, findet Papst Franziskus – und lässt Bischöfe gleich mehrere Diözesen leiten.
Papst Franziskus verringert erneut die Zahl von Italiens Diözesanbischöfen. Am Donnerstag ernannte er Kardinal Augusto Lojudice (58) zum Bischof von Montepulciano-Chiusi-Pienza. Zugleich wird der gebürtige Römer weiter als Erzbischof die Diözese Siena-Colle di Val d’Elsa-Montalcino leiten.
Damit werden die Bistümer «in persona Episcopi» (in der Person des Bischofs) vereint. Auch wenn damit nur ein Bischof für beide Diözesen zuständig ist, bleiben deren Strukturen unverändert.
Lojudice wurde 2015 Weihbischof in seiner Heimatstadt Rom, seit 2019 ist er Erzbischof des Toskana-Bistums mit Sitz in Siena. Er engagiert sich für soziale Randgruppen, ist Mitglied in der Kommission für Migration von Italiens Bischofskonferenz, kümmert sich um dieses Thema auch in der Toskana. Im Vatikan ist der 58-Jährige Mitglied des Dikasteriums für die Bischöfe. 2020 ernannte ihn Papst Franziskus zum Kardinal.
Italiens Bischofskonferenz zählt zu einer grössten weltweit. Papst Franziskus hatte zuletzt immer wieder italienische Bistümer zu bischöflichen Einheiten zusammengeschlossen und damit die Zahl der Diözesanbischöfe reduziert. (cic)
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