Die Malteser in der Schweiz trauern um den Statthalter des Souveränen Malteserordens, der überraschend im Alter von 71 Jahren gestorben ist. Fra’ Marco Luzzago sei ein Beispiel «wahrhafter Demut» und habe die Leitung «im Geist des Dienens» ausgeübt.
«Es ist eine traurige Nachricht und ein harter Schlag für unseren Orden in dieser schwierigen Zeit», sagt Marie-Thérèse Pictet-Althann am Mittwoch zu kath.ch. Die Botschafterin vertritt den Souveränen Malteserorden bei den Vereinten Nationen in Genf. «Fra’ Marco war ein Beispiel wahrhafter Demut und übte die Leitung des Ordens im Geist des Dienens aus», so die Botschafterin.
Marco Luzzago ist am Dienstag im Alter von 71 Jahren in der Villa Ciccolini in den italienischen Marken gestorben. «Ein Schlaganfall hat ihn aus dem Leben gerissen», schreibt Martin von Walterskirchen in einer Mitteilung an die Mitglieder des Ordens in der Schweiz. Von Walterskirchen ist Präsident der Helvetischen Assoziation des Ordens.
Luzzago war seit 1975 Mitglied des Malteserordens. 2003 legte der Italiener seine Ordensgelübde ab. Im November 2020 wurde er Statthalter des Grossmeisters. Dessen Posten als Ordensoberhaupt ist seit dem Tod von Grossmeister Giacomo della Torre nicht besetzt. Der Malteserorden ringt seit geraumer Zeit um eine Reform seiner Ordensstrukturen.
Luzzago habe die Leitung denn auch «in stürmischen Zeiten» übernommen, schreibt Martin von Walterskirchen. Seine Regierungszeit sei kurz gewesen und auf den Dienst an den Armen ausgerichtet. «Seine Zeit reichte nicht, um die Reform des Ordens zu erreichen.» (bal/kna)
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