Papst berät mit Kurienchefs über Umsetzung der Kurienreform

Papst Franziskus hat sich am Montag mit den Leitern und anderen Vertretern seiner Kurienbehörden getroffen. Der Vatikan müsse sich vermehrt als Dienstleister verstehen, sagte der Sekretär des Kardinalsrates, Marco Mellino, in seinem Vortrag über die Umsetzung der neuen Kurienverfassung.

Die am 19. März veröffentlichte Konstitution «Praedicate evangelium» tritt zu Pfingsten, am 5. Juni, in Kraft und muss in einer neuen Kurienordnung konkretisiert werden.

Neue Statuten

Zudem müssen in den kommenden Monaten alle vatikanischen Einrichtungen ihre je eigenen Statuten entsprechend der neuen Vorgaben anpassen. Dazu hatte der Papst am Donnerstag eine eigene Kommission eingerichtet, welche die Umsetzung der Kurienreform koordinieren und überwachen soll.

Vatikan als Dienstleister

In einem längeren Vortrag erläuterte Mellino wichtige Anliegen der Reform. Demnach müsse die päpstliche Verwaltung sich stärker als Dienstleister verstehen. Als solcher seien auch die Vatikanbehörden dem Gesamtauftrag der Kirche zur Verkündigung sowie einem synodalen Umgangsstil verpflichtet. Auch sollten die Dikasterien genannten Behörden stärker kooperieren und womöglich den Bischofskonferenzen weltweit behilflich sein.

Gemeinsame Treffen des Papstes mit allen Behördenchefs, vergleichbar mit der Kabinettssitzung eines staatlichen Regierungschefs, sind eher selten. Gleichwohl fordert die neue Kurienverfassung eine stärkere ressortübergreifende Zusammenarbeit zwischen den Vatikanbehörden. (cic)

Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant

https://www.kath.ch/newsd/papst-beraet-mit-kurienchefs-ueber-umsetzung-der-kurienreform/