Vatikan-Aussenminister reist in den Libanon

Der Aussenbeauftragte des Vatikan, Erzbischof Paul Richard Gallagher, reist in den krisengeschüttelten Libanon. Knapp 80 Prozent der Libanesen sind akut von Armut bedroht und auf humanitäre Nothilfe angewiesen.

Gallagher werde vom 31. Januar bis zum 4. Februar in der libanesischen Hauptstadt Beirut Vertreter aus Politik und Religion treffen, berichtete Vatican News am Freitag. Die Reise finde anlässlich des 75-Jahr-Jubiläums der diplomatischen Beziehungen zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Libanon statt. Papst Franziskus wolle damit ein Zeichen seiner Nähe zum libanesischen Volk senden.

Häufig zu Libanon geäussert

Der arabische Staat genoss zuletzt hohe Aufmerksamkeit in Rom. Papst Franziskus hatte sich im vergangenen Jahr häufig zur heiklen Situation im Libanon geäussert. Das Land befindet sich in einer seit 2019 andauernden wirtschaftlichen und politischen Krise, die sich insbesondere durch die schwere Explosion im Hafen der Hauptstadt Beirut im August 2020 verschärft hat. Nach Angaben von Hilfswerken sind knapp 80 Prozent der Libanesen akut von Armut bedroht und auf humanitäre Nothilfe angewiesen.

Treffen mit maronitischem Patriarchen

Während seines Besuchs auf Zypern Anfang Dezember traf der Papst auch mit dem maronitischen Patriarchen Kardinal Bechara Rai zusammen. Das Oberhaupt der mit Rom verbundenen grössten christlichen Gemeinschaft des Landes tritt immer wieder öffentlich in Erscheinung, weist auf die Notsituation der Libanesen hin und ruft die Regierungen zum Handeln auf. (cic)


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