Der Churer Bischof Joseph Bonnemain ist das bekannteste Gesicht des Opus Dei in der Schweiz. Weniger bekannt ist der Physiker Lorenzo De Vittori (34), ebenfalls Mitglied beim «Werk Gottes». Der Tessiner hat an der ETH Zürich studiert und wird am Samstag in Rom zum Diakon geweiht.
Zusammen mit Lorenzo De Vittori empfangen 23 weitere Mitglieder der katholischen Bewegung die Diakonenweihe. Sie findet kommenden Samstag in der Kirche Sant’Eugenio in Rom statt, wie das Tessiner Portal catt.ch am Donnerstag berichtet. Geweiht werden die Männer von José Maria Yanguas, Bischof von Cuenca (Spanien).
Lorenzo De Vittori ist in Lugano geboren und aufgewachsen und hat drei Brüder. Bereits als Kind sei er der katholischen Laienbewegung Opus Dei nahegestanden, heisst es auf catt.ch weiter.
Der promovierte Physiker hat an der ETH Zürich studiert und an der Universität Zürich in Astrophysik doktoriert. De Vittori ist zudem begeisterter Bergsteiger und Eishockeyspieler, schrieb das Opus Dei 2017 auf seiner Website.
Nach seinen Studienjahren in Zürich arbeitete De Vittori zunächst für eine Versicherungsgesellschaft. Vor sechs Jahren entschied er sich für ein Theologiestudium in Rom. Dort sei auch der Wunsch in ihm gereift, Priester zu werden, schreibt das Tessiner Portal catt.ch.
«Letzten Frühling hat der Prälat (Leiter des Opus Dei, Anm. d. R.) mich gefragt, ob ich bereit sei, ordiniert zu werden», sagt der junge Mann gegenüber catt.ch. Und fügt hinzu: «Ich habe Ja gesagt, weil ich in dieser Anfrage den Willen Gottes sah, ihm auf diese Weise zu dienen.»
In Rom wohnt De Vittori in einem Studentenhaus mit rund 120 Theologiestudenten aus rund 40 Ländern, in dem er Leitungsaufgaben übernehme. Der Mann hat unterdessen auch einen Master in biblischer Theologie. Zurzeit arbeitet er an seiner Doktorarbeit zum Alten Testament.
Die 24 Männer sollen am 21. Mai 2022 zu Priestern geweiht werden. (bal)
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https://www.kath.ch/newsd/tessiner-opus-dei-mitglied-und-astrophysiker-wird-zum-diakon-geweiht/