Medienmitteilung
Sr. Lorena Jenal startete 2020 mit dem Bau in Pomberel, Papua Neuguinea. Dank wertvollen Spenden aus Europa, speziell von " Missio Aachen " sowie aus der Südostschweiz setzt Sr. Lorena die Idee für das «Haus der Hoffnung» nun um in das konkrete Bauen in Pomberel, auf der Hochebene in Papua Neuguinea.
Seit 1979 lebt Schwester Lorena, die aus Graubünden stammt, in Papua-Neuguinea, sie setzt sich dort zusammen mit dem von ihr gebildetem Kirchenteam, basierend auf Laien, für die Gleichberechtigung von Frauen und gegen Gewalt ein.
Sr. Lorena erzählt: «Bei meinem allerersten Seminar in PNG über Sanguma hat der älteste Teilnehmer, ein sehr guter, weiser Führer, beim Anblick des Videos einer Folterung eine Träne vergossen. Ich war erstaunt. Er sagte ganz spontan: ,,Lorena, das passt nicht zu unserer Kultur. Das haben wir nie gemacht! Unsere Ahnen wären total empört!»
Der Hexenwahn ist ein neues Phänomen. Er ist sehr komplex. Mit allen Menschen, die offen sind und wissen was menschenwürdig ist, wollen wir die Männer und Frauen aus diesem Wahn holen.
ln Papua-Neuguinea werden brutale Menschenrechtsverletzungen im Zusammenhang mit Hexenwahn verübt. Dagegen wehrt sich die Baldegger Schwester Lorena Jenal. Sie gehört zu den mutigen Kämpferinnen gegen Gewalt und macht die Öffentlichkeit immer wieder auf die Menschenrechtsverletzungen aufmerksam. In den vergangenen Jahren hat sie sich vor allem aber um zahlreiche Opfer gekümmert.
Sr. Lorena wurde deshalb 2018 als «Weimarer Menschenrechtspreisträgerin» ausgezeichnet: Die Schweizer Ordensschwester setzt sich für Opfer von Hexenverfolgung in Papua- Neuguinea ein. Bei ihren Hilfsaktionen für Frauen in Gefahr riskiert sie vielfach ihr Leben.
Ein gesichertes Zuhause zu haben ist für jeden von uns Menschen das Wichtigste, um einen Ort zu finden, der uns Zuflucht, Liebe und Zuneigung schenkt. Aus diesem Grund entstand im Jahre 2018 bei Sr. Lorena die Idee, für die Opfer, welche aus deren Gemeinschaft verstossen wurden ein Zuhause in PNG zu schaffen, eines, das Hoffnung schafft. Über das letzte Jahr hat das Projekt angefangen Form anzunehmen und im 2020 erfolgte der Baustart.
Zwei Ziele des neuen «Hauses der Hoffnung» verfolgt Sr. Lorena zur akuten Bekämpfung des Hexenwahns:
1. Ausbildung der Missionsmitarbeiter
Im neuen Haus wird Sr. Lorena die Möglichkeit haben, im Gemeinschaftsraum die Schulung der Gesellschaft vorzubereiten. Ein solcher Ort fehlte bis jetzt. Die Opfer sollen im gleichen Gebäude leben und schaffen so die Chance, Mitarbeiter zu sensibilisieren. Das Projekt Bekämpfung des Hexenwahns will keinesfalls die Sparten Opfer, Folterer und Mitarbeiter trennen. Durch das neu entstehende Haus wird das gut eingespielte Team in Pomberel einen Begegnungsort der gegenseitigen Achtung und Wertschätzung sichern.
2. Symbol für eine gesicherte Zukunft
Materielle Sicherheit ist die Basis, um sich in seinem Leben sicher zu fühlen. Mit dem neuen Haus hoffen wir das wichtigste Element zurück in die Leben der Opfer zu bringen, einen Ort, an dem sie sich waschen, kochen, sich unterhalten, wohlfühlen und schlafen können.
Wichtiger Leitsatz seitens Sr. Lorena: Hilfe zur Selbsthilfe
Die Problematik Hexenwahn ist die Hausaufgabe der Papuas. Eine Ordensschwester, die Polizei oder ein Verwandter werden sicherlich Opfer retten können, aber um zu verhindern, dass es überhaupt Opfer gibt, müssen sie sich selbst helfen. Schwester Lorena und ihr Team wollen dieses Problem nicht nur kurzfristig lösen.
Das «Haus der Hoffnung», das wesentlich mit finanzieller Unterstützung von Missio Aachen sowie Spenden aus der Schweiz gebaut werden kann, wird so in Zukunft von Sr. Lorena und ihrem aus Laien gebildeten Team getragen und geführt.
Trägerverein " Karmela Papua Neuguinea Sr. Lorena Jenal«
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