Früherer Vatikan-Astronom Coyne gestorben

George Coyne, früherer Direktor der vatikanischen Sternwarte, ist im Alter von 87 Jahren gestorben. Papst Johannes Paul II. hatte ihn einst in Sachen Galileo Galilei beauftragt.

Wie italienische Medien (Freitag) berichteten, erlag der US-amerikanische Jesuit George Conyne am Dienstag in New York einem Krebsleiden. Coyne leitete das Observatorium des Vatikan von 1978 bis 2006 und galt als der «Astronom des Papstes».

1981 bekam Coyne als Mitglied der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften einen Auftrag, der ihn auch Nicht-Astronomen bekannt machte: Papst Johannes Paul II. berief ihn als Leiter einer Arbeitsgruppe zur Rehabilitierung des grossen Mathematikers und Physikers Galileo Galilei, die 1992 abgeschlossen wurde.

Zahlreiche Preise und Anerkennungen

Coyne erhielt für seine Forschungsarbeit zahlreiche Preise und Auszeichnungen. So verlieh ihm die American Astronomical Society (AAS) mit Sitz in Washington 2010 den George-Van-Biesbroeck-Preis. Besonders gewürdigt wurde sein Engagement um den Dialog zwischen Theologie und Wissenschaft. (CIC)

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