Weniger Menschen spenden an Kirchen und Organisationen

In Deutschland haben weniger Menschen an gemeinnützige Organisationen oder an die Kirchen gespendet als im Vorjahr. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung, die der Deutsche Spendenrat am Montag in Berlin vorstellte.

Demnach gaben von Januar bis September 2019 rund 15,7 Millionen Menschen Spenden an diese Einrichtungen, das seien im Vergleich zum Vorjahreszeitraum etwa 700’000 Personen weniger. Der Wert sei der niedrigste seit der Erhebung durch den Spendenrat im Jahr 2005.

Insgesamt sei das Spendenvolumen in dem Zeitraum mit 3,3 Milliarden Euro aber stabil geblieben, so der Spendenrat. Im Vergleich zum Vorjahrestrend sei das Spendenniveau «um moderate 1,3 Prozent» gesunken. Die Prognose für das Gesamtjahr 2019 sei dennoch gut.

Langfristige Hilfe: Rückgänge

Den Hauptanteil der Spenden stellt demnach mit 75,3 Prozent wie im vergangenen Jahr die humanitäre Hilfe, dort massgeblich die Not- und Katastrophenhilfe. Die langfristige Entwicklungshilfe habe hingegen Spendenrückgänge hinnehmen müssen.

Bei den Spenden an konfessionelle Organisationen spricht der Spendenrat von einer «zaghaften Trendumkehr»: Allerdings lägen Zugewinne allein bei evangelischen Organisationen, während katholische Organisationen einen weiteren Rückgang hinnehmen müssten. (kna)

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