Rom, 26.4.17 (kath.ch) Papst Franziskus hat dazu gemahnt, technische und wirtschaftliche Fortschritte nicht über das Wohl der Menschen zu stellen. Heute stehe oft «nicht mehr der Mensch, sondern seine Produkte» im Zentrum, sagte er in einer Videobotschaft, die in der Nacht auf Mittwoch bei der Innovationskonferenz TED (Technology Entertainment and Design) im kanadischen Vancouver ausgestrahlt wurde.
Er skizzierte die Vision einer mit technischem und wissenschaftlichem Fortschritt ebenso voranschreitenden sozialen Gleichheit und gesellschaftlichen Inklusion. Zukunft könne nur gemeinsam gestaltet werden, ohne irgendjemand auszuschliessen, so der Papst.
Es war das erste Mal, das sich ein Papst bei der internationalen Konferenz per Videobotschaft äusserte. Die TED 2017 findet noch bis Freitag unter dem Motto «The future you » (Die Zukunft Du) statt.
«Um sich für das gute einzusetzen braucht es Erinnerung, Mut und auch Kreativität» sagte Franziskus weiter. Gute Vorsätze allein reichten nicht, man müsse sich immer konkret um die Mitmenschen kümmern. Der Papst rief in seiner Botschaft auch alle Mächtigen zu Demut auf – «andernfalls ruiniert dich die Macht und du wirst die anderen ruinieren». Egoismus erteilte er eine Absage und forderte eine «Revolution der Zärtlichkeit», Solidarität und Demut.
Zugleich betonte Franziskus, dass die Zukunft der Menschen nicht allein von den Mächtigen abhänge, auch wenn Politiker, Führer und grosse Unternehmen eine grosse Verantwortung trügen. Er forderte jeden selbst zum Handeln auf: «Es reicht ein Mensch, damit es Hoffnung gibt, und dieser Mensch kannst du sein». In der «Nacht der Konflikte» könne jeder einzelne Mensch eine Kerze sein und daran erinnern, dass Licht Schatten besiege. Wenn sich dann mehrere Menschen vereinten, beginne eine Revolution, so Franziskus. (cic)
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