Papst: Gottvertrauen muss bedingungslos sein

Rom, 25.1.17 (kath.ch) Papst Franziskus hat bedingungsloses Gottvertrauen auch in schwierigen Situationen angemahnt. «Gott zu vertrauen heisst, seinem Plan zu folgen und dabei nichts zu verlangen, sondern anzunehmen, dass seine Hilfe und sein Heil durchaus anders sein können, als wir es uns vorstellen», sagte er am Mittwoch bei seiner Generalaudienz im Vatikan. Es sei nicht an den Menschen, Gott vorzuschreiben, was sie brauchten.

Als Vorbild führte der Papst die Gestalt der Judit im Alten Testament an. Während der Belagerung durch den assyrischen Feldherrn Holofernes habe sie als einzige wirklich auf Rettung gehofft und auf Gott vertraut. Ebenso wichtig seien Geduld, Gebet und Gehorsam. «Statt einfach aufzugeben, müssen wir alles tun, was in unserer Macht steht, dabei aber auch stets dem Willen des Herrn folgen», so Franziskus.

Es gebe häufig Situationen, in denen sogar die Kraft fehle, auf Gott zu vertrauen. In solchen Momenten seien der Mut und die Hoffnung Judits gefordert. Frauen seien hierbei oft mutiger als Männer, ergänzte Franziskus. Als Beispiel für bescheidene und weise Ratgeberinnen nannte er auch Omas: «Wie oft finden sie die richtigen Worte, die uns zur Hoffnung raten». (cic)

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