Das Lassalle-Haus in neuem Glanz und mit neuen Angeboten

Menzingen ZG, 17.4.16 (kath.ch) Mit einem «Fest des Geistes» wird das Lassalle-Haus in Edlibach am Pfingstwochenende wieder eröffnet. Nach 15 Monaten Renovationszeit erstrahlt das Haus in neuem Glanz.

Elisabeth Aeberli

Im Eingangsbereich des Lassalle-Hauses sind Handwerker mit den letzten Arbeiten beschäftigt, es riecht noch etwas nach Farbe. Wer aber das Haus von früheren Besuchen her kennt, kann kaum grosse Veränderungen feststellen. Der Bau steht unter Denkmalschutz. Vor 45 Jahren wurden die Zimmer ohne Nasszellen gebaut. Die Sanierungsarbeiten bestanden deshalb darin, 50 Zimmer mit Duschen und Toiletten auszustatten, die Gebäudetechnik zu erneuern und die Küche zu modernisieren.

Bildungshaus der Schweizer Jesuiten

Im Jahre 1929 übernahmen die Schweizer Jesuiten die ehemalige «Wasserheilanstalt Bad Schönbrunn». Von der damaligen Anlage steht noch heute die Direktorenvilla sowie einzelne Bäume im Park, unter anderem der über 150 Jahre alte Mammutbaum direkt vor der Villa.

In den Jahren 1968 bis 1970 wurde der Neubau durch den Zürcher Architekten André Studer erstellt. Studer orientierte sich an der «harmonikalen» Architektur von Le Corbusier. In zwei Kreisen, zwei einander gegenübergestellten Bauten, ist es möglich, verschiedene Tagungen nebeneinander halten zu können. In beiden Gebäudeteilen können je 40 Personen untergebracht werden.

Die verbindende Anlage ist der Park mit dem Teich. André Studer hat die Parkanlage  mit dem Gartenarchitekten Josef Seleger geplant. Die beruhigende Wirkung, die der Park ausstrahlt, rührt wohl daher, dass die Wege, die durch den Park führen, aus der Distanz nicht sichtbar sind.

Vom Tagungshaus zum Meditationszentrum

Im Jahre 1993 gab sich das Haus ein neues Profil. Der Jesuit und Zen-Meister Niklaus Brantschen suchte den Weg des interreligiösen Dialogs. Bad Schönbrunn wurde nach dem Jesuiten und Zen-Meister Hugo Makabi Enomiya Lassalle umbenannt. Zusammen mit Pia Gyger begründete Niklaus Brantschen die «Via Integralis» und schuf einen Ort für die Zen-Meditation nach Hugo Lassalle.

In den vergangenen 15 Monaten wurde das Lassalle-Haus für rund 23 Millionen den heutigen Bedürfnissen angepasst. Das Haus steht nun bereit für die nächste Generation. Eine neue Leitung übernimmt Bewährtes und setzt neue Schwerpunkte. Die Spiritualität  mit der Zen-Meditation im Geiste von Lassalle, der (interreligiöse) Dialog als Schwerpunkt des Jesuitenordens und die gesellschaftliche Verantwortung in wirtschaftsethischen Kursen und im Ausbildungsgang für «Spiritual Care» sind im Jahresprogramm zu finden.

Wiedereröffnung mit buntem Programm

Mit Meditationsimpulsen, Hausrundgängen, Informationen zu Kursangebot und neuen Schwerpunkten und Gesprächsmöglichkeiten mit den Verantwortlichen und Trägern wird das Lassalle-Haus am Samstag, 14. Mai, mit einem Tag der offenen Tür von 10 bis 17 Uhr wiedereröffnet. Am Nachmittag hat Pater George Saju aus Indien, Jesuit und Meister im klassischen indischen Tempeltanz einen Auftritt.

Am Pfingstsonntag, 15. Mai, findet um 8.30 Uhr ein Festgottesdienst statt. Danach interreligiöse Festakademie mit Podiums-Gesprächen und musikalischen Intermezzi einer filmische Impression über Hugo Enomiya Lassalle, deutscher Jesuit, der 40 Jahre in Japan wirkte und Zen nach Europa brachte.

Am Montagvormittag, 16. Mai, findet ein gemeinsamer Pfingstspaziergang und Ausklang der Wiedereröffnung mit einem Mittagessen statt.

Das Eröffnungswochenende vom 14. bis 16. Mai steht unter dem Titel Fest des Geistes. Die Teilnahme ist kostenlos. Verrechnet werden nur die Pensions-Kosten. Das Lassalle-Haus Bad Schönbrunn in Edlibach, Gemeinde Menzingen ZG, ist mit Bus Nr. 2 ab Bahnhof Zug in einer Viertelstunde erreichbar (Station Bad Schönbrunn aussteigen). (ea)

Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant

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