Sitten, 3.11.15 (kath.ch) Von einer Herausforderung für die Kirche sprach das Vorbereitungsdokument zur Bischofssynode zu Ehe und Familie. Diese Aussage habe ihn brüskiert, erklärte der Bischof von Sitten, Jean-Marie Lovey, in einem Bischofswort, welches das Bistum Lausanne, Genf und Freiburg am Dienstag, 3. November veröffentlichte. Denn er sehe die Familie zuallererst als Geschenk für die katholische Kirche, schreibt Lovey, der an der Bischofssynode in Rom die Schweiz vertrat.
Die Vorsehung fordere ihn nun heraus, im Bischofswort über die Synode zu sprechen. Und dies tue er aus einem Blickwinkel, den «weder die Medien noch die Pressemitteilungen» bisher gewählt haben. Rhetorisch fragt der Walliser Bischof: Gibt es eine andere Institution, die fähig ist, über zwei Jahre hinweg und mit einem Gipfeltreffen zum Schluss, Hunderte zu versammeln, die nach Wegen suchen, wie der Mensch besser erreicht werden und wie ihm in seiner universellsten Form, der Familie, gedient werden kann.
Während dieser zwei Jahr sei das Interesse der Allgemeinheit am Thema wach geblieben. Die ganze Welt habe mit Beiträgen und Gebet die Delegierten in Rom unterstützt. Die Synode sei darum auch ein Zeichen für «ein Volk, das gemeinsam unterwegs ist». An vorderster Front sei er Zeuge der Dynamik gewesen, die der Heilige Geist der Kirche vermittelt habe. (gs)
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant