Zitat: «Ausdruck einer Infantilisierung»

1.11.15 (kath.ch) «Zweifellos will die Kirche heute mehr Weltoffenheit und Wirklichkeitsnähe an den Tag legen. Trotzdem kann die pastorale Zuckerwatte, die sie anbietet, nicht darüber hinwegtäuschen, dass sie den Menschen letztlich doch nicht ernst nimmt. Die sanfte Universaltherapie, die urteilsfreie Sonderpädagogik: Das sind keine positiven Zeichen der Öffnung, sondern es ist Ausdruck einer Infantilisierung. Wie Kinder wünscht man uns an der Hand zu nehmen, auf dass wir wachsen und reifen. Paternalismus pur.»

Das schreibt Giuseppe Gracia zum Schlussdokument der Bischofssynode in Rom in einem Gastkommentar in der Zeitung «Schweiz am Sonntag». Gracia ist Medienbeauftragter von Bischof Vitus Huonder in Chur. (rp)

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