Rom, 20.10.15 (kath.ch) Die Debatte der Bischofssynode über wiederverheiratete Geschiedene ist aus Sicht des Osnabrücker Bischofs Franz-Josef Bode noch keinesfalls entschieden. «Viele Synodale sind für sich noch nicht zu einem klaren Ergebnis gekommen», sagte Bode am Dienstag, 20. Oktober, im Interview mit CIC. Die Arbeit in der deutschen Sprachgruppe sei geprägt von «grosser Sachlichkeit», so Bode.
«Eine ganze Reihe» von Bischöfen sehe allerdings keine Möglichkeit für eine Veränderung der Lehre, wonach wiederverheiratete Geschiedene von der Kommunion und den anderen Sakramenten ausgeschlossen sind. Bode selbst trat dafür ein, stärker das positiv Gelebte in Partnerschaften wertzuschätzen, die nach katholischem Verständnis keine Ehen sind.
Trotz teilweise sehr verschiedener Meinungen komme es nicht zu scharfen Auseinandersetzungen. «Insgesamt leitet uns das Bemühen, einen gemeinsamen Weg zu finden, und wir kommen gut miteinander aus.» Dies könne auch als Vorbild für die Bischofsversammlung dienen. «Wenn eine Gruppe mit so verschiedenen Ansichten wie die deutschsprachige in ihren Texten zu einmütigen Ergebnissen kommt, kann sich das womöglich auf die ganze Synode übertragen.» (cic)
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