Rom, 2.10.15 (kath.ch) Kurienkardinal George Pell hat den Medien eine verzerrte Berichterstattung über die Haltung der katholischen Kirche zur Homosexualität vorgeworfen. Sie stellten es oft so dar, als hasse die Kirche Schwule und Lesben, sagte er am Freitag, 2. Oktober, in Rom bei einem Kongress zum kirchlichen Umgang mit Homosexuellen.
Eine solche Darstellung kritisierte der australische Kardinal als völlig verfehlt. Die klare Ablehnung praktizierter Homosexualität, an der nach Pells Worten nicht zu rütteln ist, sei nur ein Aspekt der kirchlichen Lehre. Sie fordere ebenso eine sensible und respektvolle Haltung gegenüber Schwulen und Lesben.
Mit Blick auf die am Wochenende beginnende Bischofssynode über die Familie äusserte der Australier die Hoffnung, dass die Teilnehmer «die Schönheit der katholischen Lehre zu Sexualität und Partnerschaft entdecken.» Der Kirche gehe es nicht um Verbote, sondern um das Lebensglück des Menschen, betonte Pell.
Die Tagung in der Päpstlichen Universität «Heiliger Thomas von Aquin», auch «Angelicum» genannt, stand unter dem Titel «Die Wahrheit in Liebe leben». (cic)
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