Limerick, 24.4.15 (kath.ch) Auf Einladung der Irischen Kirchenreformbewegung «Association of Catholic Priests» begann am Montag, 14 April, im irischen Limerick das zweite internationale Vernetzungstreffen der Pfarrer- und Pfarreiinitiativen für Kirchenreform. 37 Personen aus zwölf Ländern nehmen daran teil. Die Schweizer Delegation besteht aus zwei Personen, erklärte Markus Heil, Präsident der Pfarrei-Initiative Schweiz, auf Anfrage. Er nimmt zusammen mit Susanne Birke, Vorstandsmitglied der Pfarrei-Initiative, am Treffen teil.
Bei dem Treffen gehe es unter anderem darum zu prüfen, wie die Reformbewegung global ihre Ziele umsetzen kann. In einer gemeinsamen Reflexion wollen die Teilnehmer gemäss Heil beraten, wie sie Papst Franziskus unterstützen können. Gleichzeitig wollen sie erörtern, welches die unterschiedlichen Positionen zwischen jenen des Papstes und jenen der Pfarrei-Initiativen sind, so Markus Heil.
Die Pfarrei-Initiative Schweiz, die sich unter anderem für eine Mahlfeier mit Gläubigen anderer christlichen Kirchen einsetzt, wird von über 540 Seelsorgerinnen und Seelsorgern unterstützt. 1080 Personen bekunden ihre Sympathie für die Anliegen der Initiative. Im September vergangenen Jahres ging die Pfarrei-Initiative an die Öffentlichkeit. Die Kerngruppe der Pfarrei-Initiative hat am 12. Dezember 2014 in Zürich den Verein «Pfarrei-Initiative-Schweiz» gegründet.
Die Ursprünge des Vereins gehen auf die Pfarrei-Initiative Schweiz zurück, die im September 2012 lanciert wurde. Diese nahm sich vor, einige Elemente in der Seelsorge zu benennen, welche zu einem «ungehorsamen» Handeln von Seelsorgenden führt. Dazu gehören das Austeilen der Kommunion an Christen anderer Konfessionen oder auch an wiederverheiratete Geschiedene oder das Predigen im Gottesdienst durch theologisch ausgebildete Frauen und Männer.
Die Teilnehmer am aktuellen Treffen in Limerick stammen aus zwölf Ländern, darunter den Vereinigten Staaten, Kanada, Indien, Australien, Grossbritannien, Irland, Italien und der Slowakei. Die Reformbewegungen aus Österreich und der Schweiz, die das Netzwerk 2013 ins Leben gerufen haben, sowie internationale Vertreter von «IMWAC – Wir sind Kirche» sind vor Ort. Das Treffen dauert bis Donnerstag. (gs)
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