Rom, 17.12.13 (Kipa) Papst Franziskus hat dazu ermutigt, in der Adventszeit nicht nur die biblische Weihnachtsgeschichte, sondern auch die Darstellung des Stammbaums Jesu zu lesen. Jemand habe einmal behauptet, diese Passage des Evangeliums erscheine wie «ein Telefonbuch», sagte Franziskus am Dienstag in seiner Frühmesse im Vatikan.
Tatsächlich sei die Auflistung der Vorfahren Jesu in den Evangelien jedoch von grosser theologischer Bedeutung. Sie zeige, dass Gott durch seinen Sohn Jesus Christus wirklich in die Menschheitsgeschichte eingetreten sei. Gott wolle sich mit den Menschen auf den Weg begeben und gemeinsam mit ihnen «Geschichte machen», von der Heiligkeit bis zur Sünde. Das mache der Stammbaum Jesu deutlich, indem er Heilige, aber auch Sünder aufführe.
Franziskus bezog sich auf das Tagesevangelium vom Dienstag, den so genannten Stammbaum Jesu nach dem Matthäus-Evangelium. Die Evangelisten Matthäus und Lukas führen in ihren Evangelien jeweils einen Stammbaum Jesu auf, der mehrere Dutzend Vorfahren auflistet.
Das Matthäus-Evangelium beginnt mit einer Ahnenreihe, die mit der biblischen Figur Abraham beginnt. Im Lukas-Evangelium folgt eine bis auf den ersten Menschen Adam zurückreichende Aufzählung der Vorfahren Jesu im Kapitel nach der Weihnachtsgeschichte. (kipa/cic/ami)
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