Vaduz, 5.12.13 (Kipa) Im Fürstentum Liechtenstein ist am Donnerstag ein Vorstoss zur Legalisierung des Schwangerschaftsabbruchs gescheitert. Der Landtag sei nicht auf die parlamentarische Initiative eingetreten, berichtete die Nachrichtenagentur SDA am Donnerstag. Parlamentarier hatten verlangt, dass Frauen, die im Ausland abtreiben lassen, im Fürstentum nicht dafür bestraft werden sollten.
Im Fürstentum Liechtenstein ist Abtreibung verboten und wird mit bis zu einem Jahr Freiheitsstrafe geahndet, selbst wenn sie im Ausland vorgenommen wurde.
Letzteres wollten Parlamentarier der Regierungspartei Fortschrittliche Bürgerpartei ändern. Frauen, die im Ausland einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen lassen, sollten im Fürstentum nicht dafür bestraft werden. Die Politiker, die dem Bericht zufolge ein Wahlversprechen einlösen wollten, sind am Donnerstag mit ihrer parlamentarischen Initiative im Landtag gescheitert.
Das liechtensteinische Parlament sei nicht auf die Vorlage eingetreten, meldete die Nachrichtenagentur SDA am Donnerstag. Die Vorlage sei nur von den sechs Initianten unterstützt worden. Für eine deutliche Mehrheit des 25-köpfigen Parlaments sei die Initiative zu unausgewogen, zu unklar und zu unausgereift gewesen.
Im September 2011 scheiterte die Legalisierung des Schwangerschaftsabbruchs in einer Volksabstimmung. Rund 52 Prozent der Stimmbeteiligten waren dagegen, Abtreibungen innerhalb der ersten zwölf Schwangerschaftswochen zu erlauben. (kipa/arch/bal/job)
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