Genf, 1.7.13 (Kipa) Die Gruppe der Konfessionslosen repräsentiert heute bereits einen Drittel der Genfer Bevölkerung, schreibt die Zeitung «La Tribune de Genève» am Montag. Damit ist die Anzahl Konfessionsloser innert zehn Jahren um 75 Prozent gestiegen. Die Mehrheit der Nicht-Gläubigen lebt in grossen Städten und ist gebildet, lautet das Fazit des Bundesamts für Statistik.
Die Zahl der Konfessionslosen in der gesamten Schweiz hat sich in den letzen zehn Jahren verdoppelt – auf über 20 Prozent gemessen an der Gesamtbevölkerung. Die Spitzenreiter-Kantone mit der höchsten Zahl an Konfessionslosen sind Genf (35 Prozent), Basel-Stadt (42 Prozent) und Neuenburg (38 Prozent). In der Innerschweiz ist diese Zahl vergleichsweise am niedrigsten. Gemessen an der Steigerung von 75 Prozent der Konfessionslosen in den vergangenen zehn Jahren sei diese Gruppe schon bald die Mehrheit, so die Zeitung. Aktuell bezeichnen sich im Kanton Genf 37 Prozent als katholisch, 12 Prozent als reformiert, jüdische und muslimische Glaubensrichtungen machen je weniger als zehn Prozent aus.
Das Bundesamt für Statistik hat auch die soziokulturellen Merkmale der Konfessionslosen festgelegt: Die Mehrheit lebt in Grossstädten, ist zwischen 25 und 44 Jahre alt und hat eine höhere Ausbildung absolviert. Die Mobilität habe ausserdem Einfluss darauf, dass sich viele Leute nicht mehr einer bestimmten Kirchgemeinde zugehörig fühlten. Ausländer bezeichneten sich gemäss Artikel eher als konfessionslos. (kipa/ag/ami/am)
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https://www.kath.ch/newsd/die-meisten-konfessionslosen-leben-in-genf-basel-und-neuenburg/